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Rheinische Post: Bildungs-Streit

Archivmeldung vom 06.05.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.05.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Es ist gut, dass gestern Tausende junger Leute in Düsseldorf für bessere Bedingungen an Schulen und Universitäten demonstriert haben. Denn Bildung bekommt in Deutschland immer noch zu wenig Aufmerksamkeit. Und die Bildungschancen hängen noch immer zu sehr von der Herkunft ab.

Aber: Unser Bildungssystem ist nicht undemokratisch, schon gar nicht unmenschlich. Es ist nicht die Domäne einer bürgerlichen Elite, die Arbeiterkinder mit Studiengebühren von guter Bildung fernhalten will. Das Bildungssystem ist auch nicht Sklave der Konzerne, und der Markt ist nicht sein neuer Gott. All das wurde jedoch behauptet, und es wurde beklatscht, auch von Sozialdemokraten, auch von Grünen, von Linken ohnehin. Was Wunder: Derart schrille Töne dienen vorzüglich der billigen Stimmungsmache im Wahlkampf gegen Schwarz-Gelb. Aber sie helfen keinem. Beispiel Studiengebühren: Wer sich umschaut, der sieht, dass damit in NRW auch viel Segensreiches bewirkt wird - von längeren Bibliotheks-Öffnungszeiten bis zu Mentoren-Programmen für Erstsemester. Wer wollte das ernstlich wieder abschaffen? Durch Landesmittel lassen sich die Gebühren aus Rechtsgründen aber nicht ohne Weiteres ersetzen. Einfache Lösungen gibt es nicht.

Quelle: Rheinische Post

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