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Westfalenpost: Ungeduldige Gesellschaft

Archivmeldung vom 04.12.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.12.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott

Der Bachelor-Studiengang war ein Gemeinschafts-Projekt: Die Politik wollte ihn, weil ihr die Hochschulabsolventen zu alt waren. Die Wirtschaft sah das genauso. Und die Studenten... Na gut, die wurden nicht gefragt. Jetzt ist das Wehklagen groß, weil der Bachelor die Hoffnungen nicht erfüllt hat.

Eine Überraschung ist das nicht. Wer 20-Jährige nach Turbo-Abitur und Kurz-Studium ins Berufsleben schickt, muss sich nicht wundern, wenn diese jungen Menschen persönlich noch nicht so gefestigt sind wie 25-Jährige. Und wer behauptet, dass sich in sechs Semester soviel Fachwissen stopfen lässt wie in zehn, weiß nicht, wovon er redet. Die Kritik des DIHK ist zwar durchsichtig, weil Industrie und Handwerk schon lange glauben, dass in Deutschland zu viele Menschen studieren - und zu wenige eine Ausbildung absolvieren.

Berechtigt sind die Vorwürfe im Kern trotzdem. Das Turbo-Studium ist Ausfluss einer ungeduldigen Leistungs-Gesellschaft. Alles muss immer schneller gehen. Wer mehr Tempo fordert, muss aber mehr Oberflächlichkeit in Kauf nehmen. Wenn sowohl Studierende als auch Arbeitgeber das System ablehnen, gehört es reformiert - oder abgeschafft. Die Schuld auf die zukünftigen Akademiker zu schieben ist jedenfalls der falsche Weg.

Quelle: Westfalenpost (ots)

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