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Neue Westfälische (Bielefeld): Ölkatastrophe Hoffen auf die Wende

Archivmeldung vom 14.06.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.06.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Bevor noch das Bohrloch im Golf von Mexiko geschlossen ist, macht sich BP Gedanken, wie es seinen ramponierten Ruf aufpolieren kann. Das aufgefangene Öl soll verkauft und der Erlös für die Wiederherstellung der Lebensräume verwendet werden. Viel mehr als ein Symbol ist das aber nicht.

Und das Image des Öl-Gewinnlers ist nun wirklich nicht das vordringlichste Problem. Es mehren sich die Stimmen, die sagen, dass der Konzern immer noch nicht genug tut, um die gigantische Katastrophe einzudämmen. Wahrscheinlich nicht, weil er nicht will, sondern weil seine sogenannten Experten schlicht keine Ahnung haben, wie sie es anstellen sollen, das Leck zu schließen. Die Hilflosigkeit und das Versagen dieses Hochtechnologiekonzerns angesichts der Herausforderung muss nachdenklich stimmen. Immerhin das könnte dieser Riesenschlamassel am Ende bewirken: Die Menschen auch in den USA kommen ins Grübeln, ob es nicht vielleicht doch besser wäre, sich mal Gedanken über Alternativen zum Öl zu machen. Leider braucht es dazu erst die Bilder von qualvoll sterbenden Pelikanen. Trotzdem wird die Zeitenwende, von der viele Umweltaktivisten in den USA jetzt träumen, noch lange auf sich warten lassen. Dafür ist die Öllobby viel zu mächtig.

Quelle: Neue Westfälische

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