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Neue OZ: Kommentar zu Heimkinder

Archivmeldung vom 03.06.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.06.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Schläge, Demütigungen, Missbrauch, Zwangsarbeit: Noch heute leiden viele Menschen unter dem, was ihnen in den 1950er- und 1960er-Jahren in Kinderheimen angetan worden ist. Dass sie Entschädigungen durchsetzen wollen, ist nur legitim. Allerdings sollten sie dabei den zweiten Schritt nicht vor dem ersten tun.

Solange noch nicht einmal feststeht, wie viele Betroffene noch leben, ist es völlig sinnlos, Forderungen nach einem Fonds mit 25 Milliarden Euro zu erheben. Die Zahl ist aus der Luft gegriffen. Sie entspringt wohl eher dem Wunsch eines Rechtsanwalts nach einem spektakulären Auftritt als dem realen Hintergrund.

Auf solche schlechten Berater sollten die früheren Heimkinder verzichten. Nicht Konfrontation, sondern konstruktive Zusammenarbeit ist das Gebot der Stunde, um keine Zeit mit Streit zu vertun. Stattdessen müssen jetzt endlich alle Akten ausgewertet werden, damit eine solide Grundlage für Entschädigungen entsteht. Wichtig ist, dass dies schnell geschieht, damit noch möglichst viele Leidtragende von einer Lösung profitieren. Der Runde Tisch in Berlin allein wird dies nicht leisten können. Er braucht jede nur erdenkliche Hilfe.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

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