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Neue Westfälische (Bielefeld): Getränkedosen erobern Supermärkte zurück

Archivmeldung vom 15.06.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.06.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Verbraucher sind bequem. Das ist auch ihr gutes Recht. Deshalb finden Produkte, die das Leben vereinfachen, schnell reißenden Absatz. Doch aus Sicht der Umwelt und der Volkswirtschaft ist das nicht immer sinnvoll. Die Getränkedosen sind ein Beispiel dafür. Sie lassen sich leicht transportieren und trüben den Geschmack des Inhalts nicht wesentlich ein. Kein Wunder, dass Bier und Brause aus Büchsen so viele Anhänger hat. Dennoch gab es gewichtige Gründe dafür, die Blechverpackung aus den Regalen zu verbannen.

Die Klimabilanz der Dose ist schlechter als die von Mehrwegflaschen. Außerdem profitierten vom ersten Boom der Dosen vor allem große Getränkehersteller. Kleine Brauereien mit vielen Arbeitsplätzen hatten das Nachsehen. Der Dosenmüll auf den Straßen, in Parks und Freibädern kam noch hinzu. Das Zwangspfand als Regulativ war daher eine richtige Entscheidung. An den Fakten hat sich nicht viel geändert. Deshalb sollte der Konsum von Getränken aus der Dose auch begrenzt bleiben, selbst wenn die Industrie die Blechbüchsen schon deutlich umweltfreundlicher herstellt. Mehrwegflaschen bleiben unter dem Strich die beste Verpackung. Handel und Hersteller wollen ein Comeback der Dose einleiten. Da sollten die Verbraucher nicht mitspielen. Das Motiv dafür ist einfach. Die Dosen sind billiger als andere Gebinde. Sie bringen mehr Gewinn. Die Aussicht auf eine unerwünschte Renaissance ist gar nicht schlecht. Denn die Befürworter können auf die Bequemlichkeit der Kunden bauen. Nicht umsonst beginnt die Offensive zur Fußball-Weltmeisterschaft, in einer Zeit kollektiver mobiler Trinkgelage. Sollte die Dose wieder flächendeckend angeboten werden, ist die Politik gefragt. Sie sollte sich den umweltpolitischen Erfolg des Zwangspfands nicht wieder nehmen lassen.

Quelle: Neue Westfälische

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