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Westfalenpost: Der große Frust

Archivmeldung vom 13.09.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.09.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Die Union ringt um ihren Markenkern, das Konservative. Erika Steinbachs angekündigter Rückzug aus dem CDU-Parteivorstand ist ein weiteres Symptom dafür. Da ist der Streit um ihre zweifelhaften Bemerkungen zur Mobilmachung Polens im März 1939 nur der Anlass, aber nicht die Ursache des Problems.Zu diesen unbedachten Worten ließ sich die Vertriebenen-Präsidentin offenbar aus großem Frust hinreißen. Da fühlte sich eine Konservative nicht mehr angemessen beachtet.

Und so geht es vielen Christdemokraten, nachdem prominente Vertreter ihrer Ausrichtung die politische Bühne verlassen haben. Koch und Merz sind nur zwei große Namen. Und nun Erika Steinbach. Ihr Rückzug muss die CDU-Chefin schon deshalb beunruhigen, weil Steinbach mit den Vertriebenen viele Stammwähler hinter sich hat, die mehr und mehr das Vertrauen in ihre Partei verlieren. Diese Misere hat Angela Merkel selber zu verantworten. Sie hat es bislang nicht verstanden, starke konservative Meinungsmacher zu integrieren.Das bedeutet nicht, dass eine neue Partei rechts von der Union unmittelbar bevorsteht. Aber die Warnungen davor sind alt. Hier kann die Erinnerung an Franz Josef Strauß hilfreich sein. Der damalige CSU-Chef verstand es in unnachahmlicher Weise, stramme Konservative an die Union zu binden. Dieses Charisma besitzt Merkel nicht. Deshalb wirkt es eher komisch, wenn sie sich jetzt auf Strauß beruft.

Quelle: Westfalenpost

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