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WAZ: Krieg nach Noten

Archivmeldung vom 16.05.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.05.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Die völkerverbindende Kraft der Musik, man möchte gern an sie glauben. Vielleicht war die Idee eines europaweiten Schlagerwettbewerbs auch nicht so schlecht. Inzwischen ist der Eurovision Song Contest mit Vorsicht zu genießen.

Was einst eine gewisse folkloristische Leichtigkeit hatte, ist zum nationalistischen Spektakel mutiert. Wer wem die Punkte gibt, wird penibel aufgerechnet.

Der Grand Prix hat sich verändert, ist ein knochenharter Wettbewerb geworden. Am Anfang wurde überall ziemlich entspannt das Mädchen aus Griechenland beklatscht, das von Urlaub und Ouzo sang. Auch mit der Spaß-Guerilla um Guildo Horn konnte man sich irgendwie arrangieren. Die Skandinavier, die sich die Punkte zuschanzten? Geschenkt.

Heute spielt die Musik die zweite Geige. Man will gewinnen oder wenigstens die anderen niedermachen. Vor allem, wenn sie aus Osteuropa kommen. Endlich ist sie raus, die Hupfdohle aus Montenegro, lautete eine der typischen Schlagzeilen nach dem Halbfinale dieses Kriegs nach Noten. 

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung (von Ulrich Schilling-Strack)

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