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WAZ: Der Fall Mixa und die Kirche

Archivmeldung vom 22.06.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.06.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Wer im Fall Walter Mixa gedacht hatte, noch schlimmer kann es gar nicht werden, der sieht sich nun eines Besseren belehrt. Es wird mit jeder Nachricht aus Augsburg, wo er bis vor kurzem Bischof war, erbärmlicher. Nun ist von einer Geheimakte die Rede, in der Mixa schwere Alkoholprobleme sowie Übergriffe auf Priesteramtskandidaten in den 90er Jahren nachgesagt werden.

Sicherlich, Menschen sind fehlbar. Auch Priester und Bischöfe. Doch auch wenn nicht alle neuen Vorwürfe bewiesen sind: Der Fall Mixa ist schon jetzt ein unfassbarer Skandal. Und er wirft Fragen auf. Vor allem: Wie konnte ein Mann mit derart eklatanten charakterlichen Defiziten Bischof werden? Hat ihn jemand im Vatikan an den offiziellen Ernennungs-Verfahren vorbeigeschleust? Und wieso konnte Mixa dann unbehelligt über Jahre hinweg einen zwielichtigen Lebenswandel führen? Haben die Amtsbrüder weggeschaut? Haben alle Laien-Vertreter im Bistum geschlafen? Was wäre, wenn es die Prügelvorwürfe gar nicht gegeben hätte? Hinter dem Fall Mixa verbirgt sich eine große menschliche Tragödie. Dahinter verbergen sich aber auch beunruhigende Defizite in der Auswahl sowie im Umgang der Kirche mit ihrem Führungspersonal.

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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