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Südwest Presse: Kommentar zu Opel

Archivmeldung vom 02.06.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.06.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Wochenlang haben sich die Minister der Regierungskoalition mit Vorschlägen für die Opel-Rettung überboten. Nun ist das Theater vorbei. Die Opel-Mitarbeiter können vorerst aufatmen, weil mit dem Autozulieferer Magna sich der Investor durchgesetzt hat, den sie favorisiert haben. Grund zur Freude besteht dennoch nicht.

Hinter dem Rettungsplan und dem Wunsch nach starkem Wachstum stecken hohe Risiken. Denn der Einstieg von Magna ändert nichts am Grundproblem von Opel: Der Autobauer ist durch eigene Schuld in die Krise geraten, in der er seit Jahren steckt. An einem Abbau der Überkapazitäten bei den Klein- und Mittelklassewagen führt jedoch kein Weg vorbei. Daher muss die Branche Stellen streichen. Mit der Staatshilfe verzerrt die Bundesregierung nun den Wettbewerb zu Lasten der Opel-Konkurrenz. Auch dürfte der Autozulieferer Magna zunächst daran interessiert sein, die eigenen Werke auszulasten. Für die bisherigen Opel-Zulieferer bedeutet das wenig Gutes. Zudem besteht die Gefahr, dass der russische Magna-Partner Gaz nur darauf aus ist, technisches Wissen aus Deutschland abzuziehen. Das größte Problem bei der "Rettungstat" hat jedoch die Regierungskoalition verursacht. Sie hat mit ihrem Eingreifen einen Präzedenzfall geschaffen, der sie zu weiteren teuren Rettungsakten zwingen wird. Eine Opel-Insolvenz wäre zweifellos schmerzhaft gewesen, aber die ehrlichere Lösung.

Quelle: Südwest Presse

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