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WAZ: Politik für den Abfall

Archivmeldung vom 22.06.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.06.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Die Abfall-Politik der vergangenen Jahrzehnte gehört auf den Müll. Denn was da alles schief gelaufen und durch Interessensverflechtungen von Politik und Wirtschaft entstanden ist, muss von jedem Haushalt heute teuer bezahlt werden.

Da wirkt es recht hilflos, wenn die Landesregierung die Lösung des Problems in der Aufhebung des Zwangs zur ortsnahen Abfallverbrennung sieht. Das führt wahrscheinlich vor allem zu einer zusätzlichen Umweltbelastung durch den Müllwagen-Tourismus quer durchs Land. Die großen Überkapazitäten in den Müllverbrennungsanlagen werden dadurch nicht verschwinden - denn die Bürger zahlen ja. Ganz gleich ob die Mülltonne nur halb oder ganz gefüllt ist, der Preis ist der gleiche. Und wenn eine Müllverbrennungsanlage nicht kostendeckend arbeitet, werden die Müllgebühren erhöht. Damit muss wohl auch weiterhin gerechnet werden. Denn die zusätzlichen Einnahmen durch die hohen Altpapierpreise, die die Gebühren-Kalkulation vieler Städte im vergangenen Jahr entlasteten, sind wegen der wieder gesunkenen Preise längst vergessen.

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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