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Neue OZ: Moderne Wegelagerei geht weiter

Archivmeldung vom 25.08.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.08.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Die Bundesregierung klopft sich selbstgefällig auf die Schulter. Der Warnbutton wird als Wunderwaffe im Kampf gegen die Internet-Abzocker gefeiert. Hoffentlich sind die Berliner Politiker nicht wirklich so naiv zu glauben, dem Millionen-Geschäft einen Riegel vorgeschoben zu haben. Die moderne Form der Wegelagerei wird weitergehen. Der Knopf, der vor versteckten Kosten warnen soll, ist absolut nutzlos.

Die Abzocker sind nämlich kreativer als die Politiker. Was passiert, wenn ein dubioses Angebot auffliegt, das keinen Warnbutton verwendet? Im Idealfall nehmen die Behörden die Seite zügig vom Netz - und dann taucht sie unter anderem Namen bald wieder auf. So ähnlich lief es bisher, so wird es wohl auch weiterhin laufen.

An die Betreiber, die gutes Geld in der rechtlichen Grauzone verdienen, ist kaum heranzukommen. Die Internetseiten und das zweifelhafte Gewerbe dahinter sind irgendwo im Ausland registriert. Und da besteht im Zweifelsfall eher keine Warnknopf-Pflicht. Das verdeutlicht: Der Vorstoß setzt an der falschen Stelle an.

Wie wäre es, wenn sich die Volksvertreter endlich um die Schattenmänner dieser Branche kümmern? Das wären Rechtsanwälte und Inkasso-Büros in Deutschland, die mit fragwürdigen Mahnschreiben um sich werfen. Hier müssten die Daumenschrauben angezogen werden. Denn ohne Geldeintreiber lohnt sich die Wegelagerei im Web nicht mehr.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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