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Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg, zu: Arcandor/Wahlkampf

Archivmeldung vom 12.06.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.06.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Es wechseln zwar die Namen, die Strategie bleibt die gleiche: Was im Wahlkampf 2005 für Schröder der "Professor aus Heidelberg" war, soll 2009 der "schwarze Baron aus Bayern" werden - als Buhmann einer Politik der sozialen Kälte. Und wieder hat der Populist a.D. das Stichwort geliefert.

Wo 2005 professorale Lebensfremdheit instrumentalisiert wurde, ist es jetzt der Klassenunterschied: Baron Insolvenz. Beim Retter-Rennen für abgewirtschaftete Großkonzerne im ersten Krisenwahlkampf droht die Job-Keule den Sachverstand zu erschlagen. Wer ist der bessere Retter? Kandidat Steinmeier kann nicht mehr wählerisch sein. Wir blind diese Sichtweise ist, zeigt sich bei Arcandor. Wer die Insolvenz als soziale Untat anprangert, muss auch zugeben, dass er mit einer Staatsintervention Missmanagement des Konzerns und eine verantwortungsscheue Haltung von Banken und solventen Eigentümer mit unserem Geld belohnt. Die Beschäftigten sind hier nicht Opfer der Politik, sondern des Konzernversagens. Und das Insolvenzverfahren kann ihre Interessen vermutlich nachhaltiger wahren, als ein warmer Geldregen für die Schuldigen. Arcandor ist die Notbremse für die drohende Ausbeutung des Staates in einem Wahlkampf der zunehmenden Hemmungslosigkeit.

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung

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