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Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum chinesischen Babymilch-Skandal

Archivmeldung vom 23.01.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.01.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Man ist versucht, die ersten Todesurteile gegen Verantwortliche für Chinas Babymilchskandal zu erklären, zumindest verstehen zu wollen. Millionen Eltern sind in allergrößter Sorge, 300 000 Kleinkinder an Nierensteinen erkrankt und mindestes sechs Babys gestorben.

Die Entrüstung im Riesenreich ist gewaltig, die Verunsicherung der Regierenden nicht minder. Dennoch rechtfertigt nichts, aber auch gar nichts die Exekution der Schuldigen. Lebensgefährliche Schlampereien müssen geahndet werden, keine Frage. Aber noch so spektakuläre Fanale ändern nichts daran, dass bei Chinas hohem Wachstumstempo Sicherheit und Kontrollen auf der Strecke geblieben sind. Mehr noch: Das Panschen mit Melamin war in der gesamten Milchbranche üblich. Wer einzelne Giftmischer erschießt, lenkt nur von der Gesamtverantwortung ab. Denn die fällt ohne Frage auf den Staat zurück. Autoritär und korrupt, wie Chinas System eindeutig ist, will es natürlich genau das vermeiden. Nur aufgeklärte, selbstkritische und offene Gesellschaften scheinen ohne Todesstrafe auszukommen. Regime dagegen bringen lieber Menschen um, als dass sie selbst ihren Defiziten erliegen.

Quelle: Westfalen-Blatt

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