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Weser-Kurier: Über die Umbennung der Lent-Kaserne in Rotenburg

Archivmeldung vom 16.05.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.05.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott

Die Lent-Kaserne in Rotenburg an der Wümme braucht einen neuen Namen. Auch wenn sich die Rotenburger und die Soldaten so sehr an den alten gewöhnt haben, dass sie ihn gar nicht mehr hergeben wollen, muss Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) diese unsägliche Diskussion beenden. Es kann nicht sein, dass Kasernen von heute nach alten Wehrmachtsgrößen benannt sind. Wen wundert es da, dass Bundeswehrsoldaten in Illkirch und anderswo Wehrmachtstrophäen sammeln.

Kritisches Geschichtsbewusstsein sieht anders aus. Die Bundeswehr hat genauso wenig mit der Wehrmacht gemein, wie die Bundesrepublik mit dem Deutschen Reich. Das muss auch nach außen deutlich werden, und deshalb kann die Ministerin den Namensstreit nicht länger den Soldaten und Kommunalpolitikern vor Ort überlassen.

Dabei spielt es keine Rolle, ob der Jagdflieger Helmut Lent nun ein Nazi war oder nicht. In jedem Fall hat er sich nicht als Widerstandskämpfer, sondern als Jagdflieger hervorgetan. Der Namensgeber einer Kaserne aber muss mehr sein als ein guter Pilot, er muss für die Werte stehen, die die Soldaten verteidigen, für Freiheit und Demokratie.

Quelle: Weser-Kurier (ots) von Silke Looden

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