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Neue OZ: Gut, aber nicht alles

Archivmeldung vom 14.11.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.11.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Keine Frage, die EU muss die Piraterie am Horn von Afrika bekämpfen, zu groß ist das Sicherheitsrisiko im Indischen Ozean auch für europäische Schiffe. Insofern ist es löblich, dass die EU-Staaten es jetzt nicht bei bloßen Appellen belassen, sondern zur Tat schreiten.

Die Ausbildung somalischer Militärs ist dabei ein guter Schritt, denn er gibt den einheimischen Soldaten taktische und moralische Rückendeckung. Vor allem Letztere ist in dem von Clans und Kriegsherren zerrütteten Land von entscheidender Bedeutung - als klares Signal für mehr Staatlichkeit.

Gerade deshalb aber darf die Entsendung europäischer Ausbilder nicht der einzige Schritt sein. Soll die Lage in dem seit 1991 vom Bürgerkrieg erschütterten Land ernsthaft stabilisiert werden, muss die EU an allen Fronten Einsatz zeigen. Piraterie ist schließlich nicht das einzige Problem in Somalia - Armut und Hunger, die Spaltung des Landes und radikal-islamische Rebellen sind die eigentlichen Herausforderungen. Deshalb muss auch die internationale Staatengemeinschaft, die auf einer Geberkonferenz im April immerhin Millionenhilfen versprochen hat, ihren Worten Taten folgen lassen.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

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