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Zukunft Selbstbedienung: Tourismus am Limit – Personalmangel verdoppelt

Archivmeldung vom 24.05.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.05.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Freepik / WB / Eigenes Werk
Bild: Freepik / WB / Eigenes Werk

Für die Gastronomie- und Tourismusbranche sieht es düster aus. Zum Problem der ausbleibenden Gäste, die auch nach der Corona-Ausgrenzungspolitik den Gastronomie- und Tourismusbetrieben oftmals fernbleiben, gesellen sich zunehmend die Folgen der Teuerungen und ein eklatanter Personalmangel. Dies berichtet das Magazin "Wochenblick.at".

Weiter berichtet das Magazin: "Die Branche ist besorgt und erwartet auch für den Sommer keine Besserungen. Die Buchungslage ist schlecht und die Abwärtsspirale scheint gerade erst an ihrem Anfang. Eine fatale Situation für das Tourismusland Österreich.

Laut AMS fehlen derzeit 15.555 Beschäftigte in Gastronomie und Tourismus. Das seien doppelt so viele fehlende Stellen wie 2018, berichtet der ORF. “Viele qualifizierte Touristiker haben die Branche verlassen, weil sie mit der Nettoersatzrate in der Höhe von 55% nicht mehr leben konnten”, erklärt FPÖ-Tourismussprecher Gerald Hauser gegenüber Wochenblick. Hauser forderte 2020 in mehreren Anträgen gemeinsam mit seinen freiheitlichen Kollegen im Nationalrat eine Erhöhung der Nettoersatzrate von 55% auf 70%. Doch Türkis-Grün habe das abgelehnt, ärgert sich der Freiheitliche.

Köche arbeiten heute oftmals am Fabriks-Fließband

Ohne das Corona-Regierungsversagen wäre es aus seiner Sicht nicht so weit gekommen: “Dieser Personalmangel ist politisch von den Regierungsparteien verursacht aufgrund ihrer desaströsen Corona-Politik.” Viele Mitarbeiter aus der Branche wechselten in gänzlich andere Bereiche, erzählt der Parlamentarier: “Ich kenne Köche aus Osttirol, die jetzt am Fließband oder in der Montage in tourismusfernen Branchen arbeiten. Während der Corona-Lockdowns hat das AMS Umschulungskurse für Tourismusmitarbeiter organisiert.” Die ehemaligen Gastro-Mitarbeiter hätten sich an ihre neuen Arbeitsbedingungen mit fixen Wochenenden gewöhnt, erzählt Gerald Hauser und wollten gar nicht mehr zurück.

AMS-Chef mit Ratschlägen statt Rekrutierungs-Offensive

Jetzt erklärt AMS-Chef Johannes Kopf laut ORF, dass der Fachkräftemangel noch lange andauern werde: „Die Knappheit an Arbeitskräften wird die Branche wohl noch auf längere Zeit begleiten.” Seine gigantische AMS-Umschulungsoffensive aus der Tourismusbranche heraus hat ihre Wirkung also vollends entfaltet. Doch statt einer neuen Offensive, die beispielsweise Arbeitskräfte für Tourismus und Gastronomie bereitstellen könnte, verlautbart Kopf lediglich Empfehlungen an die Betriebe: „Betrieben kann nur geraten werden, sich diesen Tatsachen zu stellen und an Konzepten zu arbeiten, wie sie ihre Arbeitgeberattraktivität erhöhen können.“

Russland-Krieg falsche Ausrede für Corona-Enteignungs-Politik

Doch vor allem die fehlenden Buchungen bereiten den Touristikern Sorge. So zeige die Situationsbeurteilung der Top-Tourismusbetriebe in Tirol zu 42% eine negative Erwartung für den Sommer, nur 3% würden eine positive Entwicklung erwarten. Tourismus-Staatssekretärin Susanne Kraus-Winkler beschönige die Situation massiv, kritisiert Gerald Hauser und appellierte an sie in seiner Brandrede vergangene Woche: “Kommen Sie heraus aus Ihrer Blase!” Doch für die Inflation würde die Regierung nun den Ukraine-Krieg als billige Ausrede heranziehen, kritisiert Hauser. Er zitierte, um “mit dem Narrativ aufzuräumen” aus dem Konjunkturbericht der Wirtschaftskammer Tirol vom Februar: “Die bereits vor der Eskalation des Russland-Ukraine-Konflikts stark gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise haben zu einer weiteren Preisdynamik geführt.” Es seien die Folgen der Corona-Politik, die zu den Preissteigerungen führten, ist sich Hauser sicher. Es handle sich um eine Politik der Enteignung der breiten Masse der Gesellschaft.

FPÖ-Hauser gegen Great Reset-Agenda im Parlament: “Sie haben durch ihre Politik die breite Masse enteignet”

Löhne über Kollektiv tun Not

Gänzlich neu ist die Schwierigkeit der Personalrekrutierung für das Gastgewerbe freilich nicht. Seit Jahren leidet die Branche unter abnehmender Attraktivität für potenzielle Arbeitskräfte. Schlechte Arbeitsbedingungen und unfaire Bezahlung sind ein beträchtlicher Anteil vieler Schilderungen von Service-, Küchen-, und Zimmerpersonal. Anstatt in die Arbeitsplatzsituation und die Gehälter zu investieren, zogen es viele Hoteliers vor, die Bettenanzahl aufzustocken oder das Angebot in anderer Hinsicht zu erweitern. Gerald Hauser sagt dazu: “Natürlich gibt es auch viele schwarze Schafe in der Branche, die die Mitarbeiter schlecht behandelt haben und sich nun umso schwerer tun, neues Personal zu finden. Doch das Problem betrifft die gesamte Branche.” Heraus aus der Misere kämen Tourismus und Gastronomie laut Hauser nur “indem man die Rahmenbedingungen verbessert und über Kollektiv bezahlt.”

Zustände wie in den USA: Sollen wir alle “McDonalds” werden?

Doch das fällt vielen Betrieben heute freilich schwer, vor allem zumal zunehmend die Kundschaft ausbleibt. Und die Aussichten auf 20-Euro-Schnitzel und Co. kündigen auch hier keine Verbesserung der Situation an. Der ORF-Bericht zitiert hierzu den Chef der Villa Lido in Klagenfurt, Franz Huditz. Er erklärt, dass eben zukünftig nicht mehr das Angebot da sein werde, das wir bisher gewohnt waren. Das WEF verspricht, dass wir 2030 nichts mehr besitzen würden und fordert eine drastische Reduzierung unserer Bedürfnisse zugunsten des Klimas und so weiter. Diesen Forderungen entspricht die von Huditz prognostizierte Entwicklung nun. Gleichzeitig erklärt er, dass wir auf Zustände wie in den USA zusteuerten, mit Reservierungspflicht im Hochpreissektor und Selbstbedienung in der einfachen Gastwirtschaft. Während aus Russland also McDonalds abzog, drohen unsere Gastronomie-Betriebe in großer Zahl “McDonalds” zu werden."

Quelle: Wochenblick

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