Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Lifestyle Reisen Deutlich weniger Reisen über längere Distanzen in der ersten Januarhälfte 2021

Deutlich weniger Reisen über längere Distanzen in der ersten Januarhälfte 2021

Archivmeldung vom 21.01.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.01.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Behördenschild des StatistischesnBundesamtes. Bild: Kandschwar / wikipedia.org
Behördenschild des StatistischesnBundesamtes. Bild: Kandschwar / wikipedia.org

Die Mobilität in Deutschland ist in der 1. Kalenderwoche 2021 um 19,7 % gegenüber der durchschnittlichen Mobilität im Januar des Vorkrisenjahres 2019 gesunken. Dies geht aus einer Sonderauswertung experimenteller Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor. In der 2. Kalenderwoche fiel der Rückgang mit 14,3 % etwas schwächer aus.

Besonders stark war der Mobilitätsrückgang bei Reisen über längere Distanzen: In der 1. Kalenderwoche 2021 wurden 37 % weniger Reisen mit einer Distanz über 30 Kilometer unternommen als im Januar 2019. Dieser Trend setzte sich in der 2. Kalenderwoche fort: Hier zeigte sich bei Reisen über 30 Kilometer ein Rückgang von 34 %. Dabei waren keine wesentlichen Unterschiede zwischen Kreisen mit einem 7-Tage-Inzidenzwert ab 200 und solchen mit einer niedrigeren 7-Tage-Inzidenz erkennbar.

Weniger stark als bei Reisen über 30 Kilometer war in der ersten Januarhälfte der Rückgang bei kürzeren Reisen zwischen 5 und 30 Kilometern (1. Kalenderwoche: -26 %, 2. Kalenderwoche: -19 % im Vergleich zum Januar 2019) beziehungsweise unter 5 Kilometern (1. Kalenderwoche: -13 %, 2. Kalenderwoche: -9 %).

Insgesamt wiesen nur rund 5 % aller erfassten Reisen in den ersten beiden Kalenderwochen eine zurückgelegte Distanz von über 30 Kilometern auf. Etwa 40 % aller Reisen hatten eine Distanz zwischen 5 und 30 Kilometern, und mit rund 55 % war der Großteil der Reisen kürzer als 5 Kilometer.

Nächtliche Mobilität in der ersten Januarhälfte mehr als 30 % unter Vorkrisenniveau

Beim Mobilitätsrückgang insgesamt zeigen sich große Tag-Nacht-Unterschiede: So lag die bundesweite Mobilität tagsüber (6 bis 22 Uhr) in der 1. Kalenderwoche 18,2 % und in der 2. Kalenderwoche 12,8 % unter dem Referenzwert des Januar 2019. In der Nacht (22 bis 6 Uhr) war der Mobilitätsrückgang mit -34,8 % in der 1. Kalenderwoche und -30,3 % in der 2. Kalenderwoche besonders stark. Dabei machten nächtliche Reisen insgesamt nur knapp 7 % der gesamten Mobilität aus. Deswegen wirken sich Veränderungen der nächtlichen Bewegungen nur geringfügig auf das Gesamtmobilitätsgeschehen aus.

Im Ländervergleich war der nächtliche Mobilitätsrückgang im Durchschnitt beider Wochen (4. bis 17. Januar) in Bayern und Baden-Württemberg am stärksten. Dort sank die Zahl der nächtlichen Bewegungen um knapp die Hälfte (-47,4 % bzw. -45,3 %). In beiden Ländern gilt bereits seit Wochen eine nächtliche Ausgangssperre mit dem Ziel, Kontakte und damit Neuinfektionen mit dem Corona-Virus zu reduzieren.

Tagsüber sank die Mobilität am stärksten in den Stadtstaaten Berlin (-25,3 %) und Hamburg (-23,2 %), wo jeweils etwa ein Viertel weniger Bewegungen zwischen 6 und 22 Uhr stattfanden.

Methodische Hinweise:

Die Ergebnisse basieren auf einer Sonderauswertung anonymisierter und aggregierter Mobilfunkdaten, die das Statistische Bundesamt insbesondere hinsichtlich ihres Nutzens für die kleinräumige und aktuelle Abbildung der Bevölkerung und ihrer Mobilität untersucht (siehe www.destatis.de/exdat). Im Kontext der Corona-Pandemie können Mobilfunkdaten einen Hinweis darauf geben, wie stark sich das Mobilitätsverhalten der Bürgerinnen und Bürger im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 verändert hat. Dahinter steht die Annahme, dass mit einer Verringerung der Mobilität auch die Anzahl sozialer Interaktionen und somit die Ansteckungsgefahr zurückgehen. Bei diesen experimentellen Daten handelt es sich um neue, innovative Projektergebnisse, die auf der Grundlage neuer Datenquellen und Methoden entstehen. Im Reifegrad und in der Qualität unterscheiden sie sich von amtlichen Statistiken, insbesondere in Bezug auf Harmonisierung, Erfassungsbereich und Methodik.

Quelle: Statistisches Bundesamt (ots)

Videos
Impfen (Symbolbild)
Sind die mRNA-Vakzine keine Impfstoffe?
Bild: Screenshot Bildzeitung
Fake News über Schockzahlen aus England und Wales
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:
Schreiben Sie bitte gejagt in folgendes Feld um den Spam-Filter zu umgehen

Anzeige