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Twilight - Biss zum Morgengrauen

Archivmeldung vom 10.01.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.01.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Twilight - Biss zum Morgengrauen
Twilight - Biss zum Morgengrauen

,Twilight' - Bis(s) zum Morgengrauen' (Concorde Filmverleih), basierend auf dem Weltbestseller von Stephenie Meyer, schlug an den US-Kinokassen wie eine Bombe ein. Allein am Start-Wochenende spielte die Vampir-Saga rund 70 Mio. Dollar ein und überholte damit sogar den neuen James-Bond-Streifen. Ein Rekord für Regisseurin Catherine Hardwicke! Denn kein Film eines weiblichen Filmemachers scheffelte jemals so viel Geld.

Stephenie Meyer erzählt in ihrem Bestseller „Bis(s) zum Morgengrauen“ (Originaltitel: „Twilight“) die Geschichte einer verbotenen, aber faszinierenden Liebe – und begeisterte damit Millionen von Lesern auf der ganzen Welt. Auch in Deutschland ist die „Bis(s)...“- Reihe (erschienen im CARLSEN Verlag) ein großer Erfolg!

Die ersten drei Bände – Teil vier erscheint im Februar nächsten Jahres auf Deutsch –  wurden mehr als 900.000 Mal verkauft und sind seit Monaten in der SPIEGEL-Bestsellerliste vertreten. Ihre weltweite Popularität hat sich auch in über 350 TWILIGHT-Internet-Fanseiten niedergeschlagen.

Regisseurin Catherine Hardwicke, bereits in DREIZEHN und DOGTOWN BOYS einfühlsame Beobachterin der verwirrenden Gefühlswelt von Teenagern, bringt die außergewöhnliche Geschichte um Bella und Edward als eine packende und zugleich romantische Mischung aus Horror, Fantasy und Lovestory auf die große Leinwand. Die jungen Hauptdarsteller Kristen Stewart (PANIC ROOM, INTO THE WILD) und Robert Pattinson (HARRY POTTER UND DER FEUERKELCH) verkörpern ausdrucksstark und überzeugend das ungewöhnliche Liebespaar und werden inzwischen als die heißesten Jungstars Hollywoods gefeiert.

Filmbeschreibung:

Bella Swan (KRISTEN STEWART) ist 17, ein hübsches, scheues Mädchen, das gerade sein neues Leben entdeckt. Nachdem ihre Mutter (SARAH CLARKE), die bisher engste Vertraute, ein zweites Mal geheiratet hat, ist Bella aus Arizona an die pazifische Nordwestküste gezogen. Dort, in Forks, lebt ihr Vater Charlie (BILLY BURKE), der örtliche Sheriff, seit seiner frühen Scheidung allein. In einer kleinen Gemeinde mit einem großen Geheimnis. Denn nicht alle der 3.120 Seelen in Forks sind sterblich.

Es ist März. Wie so oft ist die Luft vom Regen feucht, hängt der Nebel tief in den sattgrünen Wäldern, die von der nahen Pazifikküste aus tief ins Hinterland vorgedrungen sind. Als Bella an ihrem ersten Schultag vor der High School parkt, begegnen ihr die Blicke der Mitschüler, die die Neue mustern. Bella ist anders, als sie erwartet haben. Blassgesichtig, obwohl sie aus dem Sonnenstaat Arizona kommt, schlagfertig, smart, aber zurückhaltend. Zur eigenen Überraschung ist die Einzelgängerin schnell akzeptiert. Jungs wie Mike (MICHAEL WELCH) und Eric (JUSTIN CHON) flirten mit ihr, Mädchen wie Jessica (ANNA KENDRICK) und Angela (CHRISTIAN SERRATOS) freunden sich mit ihr an. Und doch gibt es einen, der Bella die kalte Schulter zeigt.

Edward (ROBERT PATTINSON), Adoptivsohn des Arztes Dr. Carlisle Cullen (PETER FACINELLI), ist wie seine Adoptivgeschwister Alice (ASHLEY GREENE), Rosalie (NIKKI REED), Jasper (JACKSON RATHBONE) und Emmet (KELLAN LUTZ) in der Schule isoliert. Man meidet die Cullens, die nicht nur ihrer extremen Blässe, sondern auch ihrer Unnahbarkeit wegen auffallen. Auch im Biologieunterricht bleibt so der Platz neben Edward frei. Als Bella sich zu ihm setzt, schlägt ihr offene Ablehnung entgegen. Erst starrt Edward sie an, fast feindselig, mit Augen, die den Farbton zu wechseln scheinen. Dann wirkt er angewidert, als könne er Bellas Geruch nicht ertragen, verlässt schließlich impulsiv das Klassenzimmer. Verwundert und verletzt bleibt Bella zurück, entschlossen, den unsympathischen Eigenbrötler wegen seines Verhaltens zur Rede zu stellen.

Einige Tage bleibt Edward der Schule fern. Tage, in denen ein Wachmann auf einem Fabrikgelände attackiert wird und ein blutiges Ende findet. Von wilden Tieren gerissen, vermutet Sheriff Swan, doch Edward weiß es besser, behält aber die Wahrheit für sich. Als er wieder auf die Schulbank zurückkehrt, ist er wie verwandelt. Freundlich stellt er sich Bella vor, entschuldigt sich, fragt sie nach ihrer Familie und dem Grund, der sie nach Forks führte. Ein Gentleman, aber auch ein großes Rätsel, wie sich nach der Schule noch deutlicher zeigt. Als ein schlitterndes Auto auf dem Parkplatz auf Bella zurast, stellt er sich blitzschnell schützend vor sie und bringt den Wagen zum Stehen. Wie, das konnte in Sekundenbruchteilen niemand sehen. Doch Bella ist sicher, dass er nur die Kraft seines Arms einsetzte, eine Kraft, die ein Mensch nicht besitzen kann. Verwirrt und gleichzeitig fasziniert fragt sie im Krankenhaus nach. Edward spricht vom Adrenalinrausch, der ihm diese Kräfte gab. Bella hat andere Vermutungen, doch ihr Retter bleibt gefasst: „Niemand wird dir glauben.“

„Lass uns Freunde sein“, sagt er schließlich zu ihr, obwohl beide spüren, dass es längst mehr ist. Nachts scheint Bella von Edward zu träumen und er in ihrem Zimmer zu stehen. Tagsüber fixieren sie sich im Blick, als wäre alles andere ausgeblendet und unbedeutend. Als sie ihn zum Strand einlädt, reagiert er wieder abweisend und launisch: „Wenn du klug bist, hältst du dich fern von mir.“ Er selbst tut das Seine dafür, taucht nicht am Meer auf.

„Kalte Wesen“ seien die Cullens, erklärt Jacob (TAYLOR LAUTNER), Sohn eines Indianers. Weit zurück führe ihre Geschichte, in die Zeit seiner Vorfahren, die in den Wäldern auf die fremden Jäger stießen, und mit ihnen eine Vereinbarung trafen, gegenseitig ihre Reviere zu wahren. Das alles aber sei nur mythische Überlieferung, schränkt Jacob ein. Doch irgendwo in der einsamen Umgebung von Forks kommt Leben in die Legende - und damit der Tod. An einem Bootssteg tauchen James (CAM GIGANDET), Laurent (EDI GATHEGI) und Victoria (RACHELLE LEFEVRE) wie aus dem Nichts auf. „Lass uns nicht mit unserem Essen spielen“, mahnt Laurent. So kommt das Ende schnell für einen überraschten Mann, der dem Blutrausch der kalten Jäger nicht mehr entkommen kann.

Bella recherchiert derweil im Internet und stößt auf ein Buch über die Mythen, von denen Jacob ihr erzählt hat. Spontan nimmt sie die Einladung von Jessica und Angela an, sie nach Port Angeles zu einem Shopping-Trip zu begleiten, um sich das Buch zu besorgen. Als sie zum Auto zurück will, stellen sich ihr junge, betrunkene Männer in den Weg und werden zudringlich. So plötzlich, wie sie auftauchten, kommt Edward zur Hilfe, vertreibt die Gefahr nur mit Blicken, die echte Bedrohung versprechen. Woher wusste er, wo er Bella finden konnte? Ein einziges Mal ist Edward unvorsichtig: „Ich hörte, was sie dachten!“ Sofort hakt das Mädchen nach, bis er zugeben muss, dass er die Gedanken anderer lesen könne, nur jene Bellas nicht. Stunden später, zurück in ihrem Zimmer, findet Bella keinen Schlaf, blättert in ihrem neuen Buch und setzt alles Auffällige zusammen: die blasse Haut, die eiskalten Hände, die wechselnde Augenfarbe, die Kraft, Geschwindigkeit und Wahrnehmung. Alles übernatürlich. Bellas Fazit ist erschreckend und doch so verführerisch: Edward ist ein Vampir.

In der Einsamkeit der Wälder kommt es zur Aussprache. Sie spricht ihre Vermutung offen aus, nennt ihn einen Vampir, furchtlos, weil sie wisse, dass er sie nie verletzen würde. Schließlich lässt Edward, der „schon eine ganze Weile 17 ist“, alle Barrieren fallen. Sprintet mit Bella durch das Labyrinth der Bäume, demonstriert seine gewaltigen Kräfte. Gesteht, dass ihn ihr Geruch wie eine Droge anziehe, so stark, dass er sie töten wolle - und zeigt ihr beim einfallenden Sonnenlicht, wie sich Gesicht und Körper verändern, zu glitzern beginnen. „Es ist die Haut eines Killers“, warnt er sie, doch Bella bleibt gelassen: „Ich vertraue dir!“ Seite an Seite liegen sie schließlich im Gras. „So verliebte sich der Löwe in das Lamm“, sagt er die magischen Worte, die ihr alles bedeuten.

In den nächsten Tagen scheint die Welt verändert. Edward ist offen wie nie, erzählt ihr alles. Dass Dr. Carlisle ihm, der 1918 an einer Seuche zu sterben drohte, mit einem Biss ewiges Leben, ewige Jugend schenkte. Dass seine Familie sich nur von Tierblut ernährt und keine Menschen tötet. Dass es aber andere Vampire gibt, die dem Codex der Cullens nicht folgen und Menschen unerbittlich jagen. Wie diese durchs Land ziehenden Vampire, denen bereits zwei Männer aus Forks zum Opfer fielen. Sogar seiner Familie, die in einem lichterfüllten Haus mitten im Wald Zuflucht gefunden hat, stellt er Bella vor. Durch die Versuchung, die mit der Nähe wächst, ist es für Bella eine gefährliche Begegnung. Doch die Cullens empfangen sie freundlich, mit Ausnahme von Rosalie, die Bella misstraut, sie insgeheim um ihre Menschlichkeit beneidet.

Es sind Tage des Glücks, voller aufregender neuer Erfahrungen. Bella stellt ihre große Liebe ihrem Vater vor, küsst Edward schließlich in der Zurückgezogenheit ihres Zimmers. Für beide ist es das erste – und für Bella fast auch das letzte Mal, als Edward für einen Moment die Kontrolle verliert. Dennoch verliert sie ihr Vertrauen nicht – wie auch Edward, der sie seiner Familie so nahe kommen lässt wie noch kein Mensch zuvor. Ausgelassen und akrobatisch erlebt Bella die Cullens beim Baseball, das sie nur in der Einsamkeit, im Schutz eines Gewitters spielen können, das neugierige Beobachter üblicherweise fernhält. Doch nicht diese drei, die aus dem Nebel heraus auf die Lichtung treten und sich ihren Artgenossen nähern.

Für Bella bedeutet das Lebensgefahr. Wird sie als Mensch erkannt, werden sie attackieren. Kurz beschnuppern sich die Unsterblichen, scheinbar friedlich, aber vorsichtig. Dann nimmt James, der unerbittlichste unter den Jägern, Witterung auf und faucht das Mädchen an, das in seinen Augen nur Nahrung bedeuten kann. Schützend stellen sich die Cullens vor Bella, die Edward sofort nach Hause fährt. In Panik packt sie, lügt ihren Vater an, dass sie nicht in Forks versauern und deshalb nach Phoenix zurückfahren wolle. Für Charlie Swan ist diese Reaktion ein Schock, für seine Tochter aber eine Notwendigkeit, um den Vater und sich selbst zu schützen.

Noch in der gleichen Nacht fahren Alice und Jasper ihr neues Familienmitglied nach Phoenix, während der Rest des Cullen-Clans den Spuren ihrer gefährlichen Artgenossen folgt. Ein Rennen gegen die Zeit, denn James ist seiner Beute schon näher, als alle glauben. Am nächsten Abend erhält Bella einen Anruf. Es ist die Nummer ihrer Mutter, doch das Wort ergreift James, der sie in seiner Gewalt hat. Kommt Bella nicht sofort zu ihm, wird ihre Mutter sein erstes Opfer werden. Verzweifelt, mit dem Leben abschließend, fährt Bella zum Treffpunkt, ihrem alten Ballettstudio. Ein Ort, der zu dieser Stunde wie ausgestorben wirkt, aber nur von Menschen verlassen ist ... 

Hintergrund zum Film:

Stephenie Meyer war begeistert von der Möglichkeit, ihre Geschichte auch im Kino sehen zu können, sofern sich die Filmemacher eng an die Vorlage halten würden. „Wir haben alle schon erlebt, wie Bücher in ihrer Verfilmung ruiniert wurden. Es gab eine Menge Dinge, die ich unbedingt schützen wollte, und Bedingungen, die ganz grundsätzlich waren: Niemand durfte sterben, wenn er es nicht auch im Buch tat. Die Namen und Persönlichkeiten des Cullen-Clans mussten beibehalten werden. Solch elementare Dinge eben. Mir ging es um die Bewahrung der Grundlagen.“

Die Filmemacher nahmen Rücksicht auf die Bedingungen der Autorin und verpflichteten sich, so nah wie möglich am Buch zu bleiben. „Es ist eine Bibel für so viele junge Mädchen, deshalb mussten wir soweit wie möglich der Story folgen, wie sie zu Papier gebracht worden war“, erklärt Produzent Mooradian. „Stephenie war vom Drehbuch begeistert, hatte aber gleichzeitig ein paar ganz konkrete Anregungen. Fast alle haben wir realisiert – sehr zum Vorteil des fertigen Films. Zum Beispiel hatten wir eine Passage aus dem Buch leicht verändert, und zwar den Satz ‚Und so verliebte sich der Löwe in das Lamm’. Stephenie schlug vor, wieder zur Urfassung zurückzukehren, weil so viele Mädchen diesen Satz bereits auf ihre Fußknöchel tätowiert hatten. Erst glaubte ich, sie machte sich einen Spaß. Weit gefehlt!“

Rosenberg wusste, dass die treue Fangemeinde großen Druck für sie bedeuten würde, den Geist des Buchs zu bewahren: „Mir war klar, wie viel diese Geschichte Millionen von Fans bedeutet und wie persönlich sie diese nehmen. Um sie zu überzeugen, mussten wir sehr nah an der Vorlage bleiben. Mit einem so starken Ausgangsmaterial arbeiten zu können, ist für mich ein Geschenk. Ich hatte nie die Absicht, eine andere Welt aufzusuchen als die des Buchs. Es geht um eine Romanze zwischen einem Mädchen und dem ultimativ unerreichbaren Jungen. Das Haupthindernis besteht dabei darin, dass er sie jederzeit töten könnte. Die Chemie, die zwischen Bella und Edward bestand, liebte ich wirklich. Diese Anziehungskraft kennen wir alle. Jedes 17-jährige Mädchen weiß, was man empfindet, wenn man am anderen Ende des Zimmers diesen wunderbar geheimnisvollen und unerreichbaren Jungen sieht und dieses Verlangen spürt. Das Buch führt diese allgemeingültige Erfahrung auf die nächste Ebene: es lässt die Fantasie Realität werden. Wenn ich in Zukunft ausschließlich für Teenagerinnen schreiben würde, würde mich das total glücklich machen. Denn wenn junge Mädchen etwas lieben, dann tun sie das von ganzem Herzen. Für eine Autorin ist das ein tolles Publikum.“

Von den ersten kreativen Besprechungen an hatte Kostümdesignerin Wendy Chuck eine klare Vorstellung davon, wie die Garderobe der Cullens auszusehen hatte. „Im Buch wird den Cullens ein makelloser Geschmack zugeschrieben“, erzählt die Australierin. „Sie so anzuziehen, dass sie sich unterscheiden, aber dennoch unter den Menschen in Forks nicht auffallen, war an sich schon eine Herausforderung.“

Meyer war glücklich darüber, welchen Weg die Filmemacher in Bezug auf die Kleidung der Charaktere einschlugen. „Viele denken, wenn es um Vampire geht, dann reden wir von schwarzen Staubmänteln aus Leder, die bis zum Boden reichen, von engen Kragen und Ähnlichem. Mir war bewusst, dass das eine Versuchung sein könnte“, erzählt Meyer. „Aber Catherine hat so etwas völlig abgelehnt. Wir haben uns über helle Farben, klassische Designer und solche Dinge unterhalten.“

Beim ersten Treffen mit Hardwicke stellte die Kostümdesignerin einige Ideen vor, die dem entsprachen, was die Regisseurin ohnehin schon für sich angedacht hatte. „Ich war der Ansicht, dass wir alles schon gesehen hatten - den Gothic Look, das Schwarz und diesen Bondage–Touch. Ich wollte zur Abwechslung einmal etwas völlig Neues. Ich kam immer wieder zu der Ausgangsvorstellung zurück, dass die Welt der Vampire in der Zeit stehen geblieben ist. Sie war eisig, eine gefrorene Momentaufnahme. Für mich drehte sich alles um Spiegelungen und Durchsichtigkeit, um Weiß, Silber und Grau, mit schwarzen Betonungen oder einer Kontrastfarbe wie Blau. Das waren die Ausgangspunkte für unsere Farbpalette, und zur Veranschaulichung zeigte ich Catherine einige Ausrisse aus Magazinen. Einen mochte sie ganz besonders, und wir dachten ‚Das sind die Farben eines arktischen Wolfs’. Das wurde unser kreatives Leithema in der Entwicklung der Welt der Cullens.“

In ihrem Grundansatz stellte sich Chuck den Vampir als Rockstar vor. Auf der Basis des Backgrounds der Figuren begann die Kostümdesignerin, leichte Veränderungen an den Charakteren zu deren Unterscheidung vorzunehmen. „Edward ist ein Kind der Edwardianischen Ära, trägt Schnürstiefel, elegante Hosen und wirklich klassische Formen und Stilmittel dieser Zeit. Alice soll eine Elfe sein, ich stellte mir als Referenzfigur immer Alice im Wunderland vor. Sie einzukleiden, fiel mir leichter. Das lag allein an Ashley, die großartig in Kleidern aussieht. Bellas Stil entwickelte sich allmählich. Wenn sie sich Edward und den Cullens näher verbunden fühlt, beginnt sie mehr Blau zu tragen.

Die nomadischen Vampire trugen grobere, unruhiger wirkende Outfits. Hier lag der Gedanke zugrunde, dass sie Trophäen sammelten. „James ist der wilde, tödliche Vampir“, führt Wendy Chuck aus. „Seine Lederjacke fällt auf durch ihre Verzierungen, durch Abzeichen und andere Sachen. Er ist ein Killer, Töten ist für ihn eine Art Sport. Deshalb sammelt er all diese Sachen, trägt sie auch voller Stolz. Rachelle ist bildschön und perfekt für die Rolle der Victoria. Wir entschieden uns, dass sie etwas von einem Tier tragen sollte, aber keinesfalls Leder. Pelz kam auch nicht in Frage, aber dann stieß ich auf dieses Schaffell, das ich so bearbeitet habe, dass sie es auf unterschiedliche Art tragen konnte. Und schließlich bekam sie auch richtige, echte Rockstar-Jeans.“

„James und Victoria haben diese Anhänger und Schmuckstücke, Glitzersachen eben, die wir uns zulegen und die so offensichtlich zuvor von anderen getragen wurden“, erklärt Rachelle Lefevre. „Ich habe da zum Beispiel ein Armband, das aussieht, als hätte ich es einer alten Frau weggenommen. Sieht man aber genauer hin, wirkt es eher wie Schmuck, den man einem kleinen Mädchen schenken würde. Wir haben jede Menge von solchem Schnickschnack.“

Nachdem Stephenie Meyer im Internet nach den regnerischsten Regionen Nordamerikas gesucht hatte, entschied sie sich für Forks, im Bundesstaat Washington, als Heimatstadt Bellas. Es war von elementarer Bedeutung, dass die Cullens sich in einer Gegend niederlassen, in der es kaum direktes Sonnenlicht gibt. Denn die Sonne verrät, dass die Cullens nicht menschlich sind. Auf ihrer ausgiebigen Suche nach dem perfekten Drehort für diesen feuchten, dunklen, tristen Ort kamen die Filmemacher nach Oregon. Hier ähnelten die klimatischen Bedingungen jenen aus Forks, und es gab viele Fachkräfte mit Erfahrung im Filmemachen.

„Der Schauplatz des Films wurde zu einem zentralen Charakter“, erklärt Hardwicke. „Das gehörte zu den Dingen, die sich für uns wirklich als vorteilhaft erwiesen. In diesem konkreten Fall ist es der Regenwald auf der Olympic Halbinsel, ein ikonischer Ort im Film, an dem sich klimatische Gegebenheiten und Wunder der Natur vermischen. Das Moos und die tropfenden Bäume am Wohnort der Cullens, der fast aussieht wie ein sehr cooles Baumhaus, und dann Nebel und Regen, die sich im Grunde nie verziehen.“

48 Tage wurde vor Ort gedreht. Sie erwiesen sich als anstrengender, als die Produzenten erwartet hatten. „Rein körperlich war dieser Dreh wirklich schwierig“, erinnert sich Greg Mooradian. „Es gibt so viele wunderbare Locations in Oregon, aber nicht immer findet man sie direkt neben einem Parkplatz. Wir mussten oft tief in die Wälder vordringen und unsere ganze Ausrüstung mitnehmen. Man muss in der Lage sein, optimale Lichtverhältnisse herstellen zu können. Das war extrem problematisch, außerdem spielte das Wetter in Portland verrückt, dort verändert sich das Wetter bis zum Mittag viermal. Und bei Außenaufnahmen kann das wirklich eine große Herausforderung sein.“

Die Schauspieler waren perfekt gekleidet und getarnt für den düsteren Nordwesten, jetzt benötigten sie nur noch ein wenig Unterstützung bei ihren vampirischen Superkräften, um die Verwandlung zu vollenden. In TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN gibt es eine Fülle erstaunlicher Stunts, für die Andy Cheng, Regisseur des 2. Aufnahmeteams und Stuntkoordinator, verantwortlich zeichnet. Um die außerordentlich akrobatischen Superkräfte der Vampire für die große Leinwand realisieren zu können, entschied sich Cheng für den effektivsten Weg: die Arbeit mit Drähten. „Während der Vorbereitungsphase und auch noch während der Dreharbeiten diskutierten Catherine und ich immer wieder darüber, in welcher Form wir die Kräfte der Vampire zeigen sollten. Wir einigten uns darauf, dass sie sehr schnell laufen konnten, aber nicht so schnell wie der Blitz. Außerdem sollten sie sehr weit springen können, weshalb ihre Bewegungen katzenähnlich sein mussten. Mit Drähten kann man das sehr gut bewerkstelligen und dann die Feinheiten digital realisieren.“

Produzent Wyck Godfrey findet nur lobende Worte für Cheng: „Er ist der Richtige für diesen Job, einfach der Beste. Er weiß genau, wie seine Drahtsysteme funktionieren und was man mit ihnen erreichen kann. Bei seiner Arbeit steckt er voller Energie, das war sehr wichtig für Catherine. Sie konzentriert sich gerne auf die Darsteller, die Beziehungen und die Lovestory, deshalb war es von unschätzbarem Wert, dass sie jemanden im Team hatte, dem sie vertrauen, an den sie glauben konnte, wenn es darum ging, die außergewöhnliche Action in diesem Film möglich zu machen.“

Um den Eindruck zu erwecken, dass die Schauspieler mit übermenschlicher Geschwindigkeit rannten, nutzte Cheng ein Hilfsmittel, das er den „Magic Carpet Ride“ nennt. Dabei handelt es sich um eine Stunt-Apparatur, die über den Boden gezogen wird. Wenn man jetzt mit einem Teleobjektiv mit langer Brennweite oder von der Seite filmt, sieht man die Figuren nur vor dem jeweiligen Hintergrund – ob sie nun gehen oder rennen. Wenn man jetzt den Figuren beim Laufen zusieht, wirkt das, als würden sie über die Leinwand fliegen. Dann ensteht dieser gewünschte Eindruck von Übernatürlichkeit.“

Titel:                                    Twilight - Biss zum Morgengrauen
Originaltitel:                        Twilight
Kinostart (Deutschland):   15.01.2009
Deutschland (FSK):            Freigegeben ab 12 Jahren
Länge:                                 122 Minuten
URL:                                     http://www.twilight-derfilm.de/

Quelle:  Concorde Filmverleih GmbH

 

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