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Die USA und die Waffenfrage: Neue Doku in ZDF und ZDFinfo

Archivmeldung vom 09.03.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.03.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: "obs/ZDF/Grégory Roudier"
Bild: "obs/ZDF/Grégory Roudier"

Seit dem Amoklauf an einer Schule in Parkland vor zwei Jahren, bei dem 14 Schüler und drei Erwachsene erschossen wurden, wehrt sich eine junge Protestbewegung gegen den Waffenwahn in den USA. Ihr Gegner: die mächtige Waffenlobby.

Die "auslandsjournal"-Doku "Unter Waffen - Amerikas tödliche Leidenschaft" geht am Mittwoch, 11. März 2020, 0.50 und 4.00 Uhr im ZDF, der Frage nach, ob es der jungen Generation gelingen kann, Amerikas Waffenwahn zu stoppen. In ZDFinfo ist der Film von Romain Besnainou (Originaltitel: "The US and their Guns: An American Story") am Sonntag, 29. März 2020, 15.00 Uhr, und am Donnerstag, 16. April 2020, 8.00 Uhr, zu sehen.

In der Vergangenheit sind alle Versuche einer Verschärfung des Waffenrechts in den USA gescheitert. Die National Rifle Association (NRA) ist im Kampf für ein uneingeschränktes Waffenrecht ein politisches Schwergewicht, das mit Spenden an Parteien und Abgeordnete die Gesetzgebung und Wahlen beeinflusst. Die NRA beruft sich auf den zweiten Verfassungszusatz von 1787, der jedem amerikanischen Bürger die Wehrhaftigkeit garantiert. Allerdings kannte man zur Zeit der Gründerväter nur Musketen. Heute kursieren in den Vereinigten Staaten rund 300 Millionen Pistolen und Gewehre, viele mit Schnellfeuer-Einrichtungen.

Beliebteste Waffe ist das AR-15, ein halbautomatisches Sturmgewehr, das in den meisten Bundesstaaten schon jeder 18-Jährige kaufen kann - ohne polizeiliches Führungszeugnis und Eignungstest. Selbst Kinder im Vorschulalter werden bereits an dieser Waffe ausgebildet, wie die Dokumentation zeigt. Auch bei den Schulmassakern der vergangenen Jahre benutzten die Täter häufig diese Waffe.

Die Waffenfrage spaltet die amerikanische Gesellschaft. Während die Überlebenden des Parkland-Amoklaufes und andere Aktivisten eine strengere Waffengesetzgebung und -kontrolle fordern, berufen sich die Waffenlobby und ihre Anhänger auf die Formel: "Um einen Bösen mit einer Waffe zu stoppen, braucht es einen Guten mit einer Waffe."

Quelle: ZDF (ots)

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