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Delikt Kinderpornografie: Manfred Karremann für ZDF-"37°"-Reportage auf der Spur der Täter

Archivmeldung vom 08.01.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.01.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: "obs/ZDF/Manfred Karremann"
Bild: "obs/ZDF/Manfred Karremann"

Sie sind auf der Spur der Täter und müssen sich mit Kinderpornografie oder Kindesmissbrauch auseinandersetzen: ein belastender Job für die Mitglieder der Einheit des LKA. Wenn sie tätig werden, dann ermitteln sie im Auftrag der Staatsanwaltschaft. Autor Manfred Karremann begleitet für die "37°"-Dokumentation "Auf der Spur der Täter - Delikt Kinderpornografie" am Dienstag, 12. Januar 2021, 22.15 Uhr im ZDF, das Team des Hamburger LKA bei der Vorbereitung und den Einsätzen.

Wenn Videos mit Kinderpornografie im Internet verbreitet werden, bleiben die Kinder teilweise ihr Leben lang Opfer. Der Besitz von Kinderpornografie ist strafbar. Bis zu drei Jahre Haft drohen, auch wenn der Täter selbst keine Kinder missbraucht. Das Strafmaß soll verschärft werden.

Bei Hausdurchsuchungen wissen die Beamten nie, wer ihnen die Tür öffnet und was sie erwartet. Das Team des LKA will Beweise sammeln. Ihre Suche gilt vor allem Datenträgern, aber auch Hinweisen auf Kindesmissbrauch. Bei einer Hausdurchsuchung, bei der "37°" die Ermittler begleitet, konfrontiert der Kommissar den Bewohner mit dem Anlass der Polizeiaktion: Verdacht auf den Besitz und die Verbreitung von Kinderpornografie. Den Besitz räumt der Betroffene ein, einen unmittelbaren Kindesmissbrauch nicht. Einer von vielen Tausenden, die "nur" Bilder von missbrauchten Kindern anschauen. "Sie sind nicht harmlos, sondern sie sind es, die am Ende den zahllosen Missbrauch in Auftrag geben durch ihre Nachfrage", so die Erfahrung des Kommissars.

Die Verbreitung von Kinderpornografie im Internet nimmt immer mehr zu - allein 2019 stieg die Zahl der Fälle um 65 Prozent an. Den Ermittlern in ganz Deutschland gelingt es kaum mehr, alle Verfahren zu bearbeiten.

Quelle: ZDF (ots)

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