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Teile und leide: "ZDFzoom"-Dokumentation über die Raffzähne der Share Economy

Archivmeldung vom 11.05.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.05.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: "obs/ZDF"
Bild: "obs/ZDF"

Teilen, vorhandene Ressourcen nutzen, nachhaltig wirtschaften - ist die Share Economy ein zukunftsweisendes Wirtschaftsmodell oder vor allem Tummelplatz skrupelloser Profiteure? "ZDFzoom" beleuchtet am Mittwoch, 13. Mai 2015, 22.45 Uhr, wie Uber, Airbnb & Co. aus der Idee des Teilens einen neuen Wirtschaftszweig entwickelten.

"Teile und leide - Die Raffzähne der Share Economy" heißt der Film von Torsten Mehltretter, der veranschaulicht, wo das positiv wirkende Prinzip "nicht besitzen und trotzdem nutzen" am Ende in brutalen Kapitalismus übergeht.

Die Wirtschaft des Teilens sollte die Alternative zur Konsumgesellschaft werden: "Wenn wir Wohnungen, Autos, Parkplätze, Werkzeuge, Bekleidung oder auch die Freizeit durch das Erbringen von einfachen Dienstleistungen gemeinschaftlich nutzen, also teilen, tauschen oder leihen, sinken Konsum und Energieverbrauch. Alle profitieren, weil alle etwas einsparen", sagt gegenüber "ZDFzoom" ein Mitinitiator der inzwischen bundesweit aktiven Tauschbörsen. Doch was als Konsumprotest nach der Bankenkrise 2008 begann, ist längst ein hart umkämpftes Geschäft.

Dabei entwickelt die Ökonomie des Teilens eine ungeahnte wirtschaftspolitische Sprengkraft. "Uber oder Helpling sind der Einstieg in die moderne Sklaverei", flucht DGB-Chef Reiner Hoffmann, wenn er über die Share-Economy spricht. Sie verdienen bei jeder erfolgreichen Vermittlung mit. Ihnen geht es um die Summe der Geschäfte, nicht um das Wohl von Mitarbeitern: "Da wird Arbeitnehmern der Schutz eines großen Unternehmens vorgegaukelt und die große Selbstbestimmung versprochen, und in Wirklichkeit arbeiten die Menschen weit unter dem Mindestlohn und müssen zusätzliche alle Risiken tragen", schimpft Hoffmann. "Die Gesetze sind aus einer Zeit, als es noch kein Internet gab", hält Deutschlands Uber-Sprecher Fabien Nestmann dagegen.

Quelle: ZDF (ots)

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