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"Töte zuerst - Der israelische Geheimdienst"

Archivmeldung vom 05.02.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.02.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
ARD - Das Erste
ARD - Das Erste

Noch ist die Dokumentation im Rennen um den Oscar, am 6. März läuft sie bereits im Ersten: der Film "Töte zuerst - Der israelische Geheimdienst" ("The Gatekeepers") des Regisseurs Dror Moreh. Am 24. Februar zeigt sich, ob die Koproduktion des NDR mit dem israelischen Fernsehen IBA und ARTE France als weltweit beste Dokumentation des vergangenen Jahres in Los Angeles die begehrte Trophäe erhält. Zehn Tage später - am Mittwoch - zeigt das Erste "Töte zuerst" um 22.45 Uhr (Vorab-Ausstrahlung auf ARTE einen Tag vorher).

Die 90-minütige Dokumentation gewährt exklusive Einblicke in die israelische Besatzungspolitik: In Morehs Film treten erstmals alle sechs noch lebenden ehemaligen Chefs des israelischen Inlandsgeheimdienstes ("Schin Bet") vor die Kamera und berichten offen und zum Teil sehr selbstkritisch über ihre Arbeit. Sie sprechen unverhohlen über gezielte Tötungen von Palästinenserführern, über Bombenabwürfe auf Gaza, aber auch über den Terror ultraorthodoxer Juden. Der Schin Bet ist zuständig für die innere Sicherheit in Israel und den besetzten Gebieten Westjordanland und Gaza. Seit dem Sieg seiner Streitkräfte im Sechstagekrieg 1967 ist es Israel nicht gelungen, dauerhaft Frieden zu schließen. Die sechs für den Film "Töte zuerst" interviewten Leiter des Schin Bet waren seit Ende des Krieges an allen sicherheitsrelevanten politischen Entscheidungen Israels beteiligt. Sie berieten alle Premierminister. Ihre Einschätzungen und Ansichten hatten - und haben - erheblichen Einfluss auf die israelische Politik.

Dror Morehs Dokumentarfilm feiert Erfolge auf der ganzen Welt. Die National Society der Film Critics der Vereinigten Staaten erkor ihn unlängst zum besten Dokumentarfilm des Jahres. Auch auf Festivals in Toronto und Amsterdam erregte die Dokumentation Aufsehen. Derzeit läuft der Film in US-amerikanischen und israelischen Kinos.

Quelle: NDR / Das Erste (ots)

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