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Kinder im Shutdown: "ZDFzoom" über Folgen der Coronakrise

Archivmeldung vom 01.03.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.03.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: ZDF Fotograf: Daniel Meinl
Bild: ZDF Fotograf: Daniel Meinl

24 Stunden zu Hause, oft sieben Tage die Woche: keine Schule, kein Sport, keine Freunde. Kinder haben in der Coronakrise Sorgen und der Shutdown hat Folgen für ihre Psyche. Die "ZDFzoom"-Doku "Kinder im Shutdown - Abgehängt in der Krise" gibt am Mittwoch, 3. März 2021, 22.45 Uhr im ZDF, einen Einblick in das Leben der Kinder und Familien, stellt die Frage nach den Folgen eines langen Shutdowns und diskutiert Wege aus den Belastungen der Krise.

Millionen Kinder und Jugendliche sitzen seit Monaten im Shutdown fest. Das Leben wird zur großen Herausforderung, vor allem für diejenigen, die zu Hause keine optimalen Bedingungen haben. Die "ZDFzoom"-Dokumentation lässt diese Kinder zu Wort kommen und zeigt, wie sehr sie unter dem Shutdown leiden. Der zwölfjährige Angelo aus Berlin erzählt offen von seinen Ängsten und Nöten: "Wir müssen nur zu Hause bleiben und können nur sehr selten raus, weil eben Lockdown ist", sagt er an der Wohnungstür. Seine Familie hat große Angst, sich anzustecken, und hat sich deshalb nahezu komplett in die kleine Wohnung zurückgezogen. Angelo ist darüber sehr unglücklich: "Gut ist eigentlich nichts an der Sache. Meistens bin ich auch überfordert, sitze in der Ecke und weine dann."

Diese Erlebnisse sind kein Einzelfall. Bernd Siggelkow kennt viele solcher Kinder und Berichte. 1995 hat er die Kinderstiftung "Die Arche" gegründet und ist seit Beginn der Pandemie im Dauereinsatz. Sein Team kümmert sich um die Nöte der Kinder, fährt Lebensmittelpakete zu den Familien und schafft es so, den Kontakt zu halten. Der Arche-Leiter klagt: "Das Hilfesystem ist runtergefahren, die meisten Jugendeinrichtungen sind gar nicht da, wir sehen viele Dinge an der Tür oder vermuten sie zumindest. Wir kommen auch nicht rein, dürfen wir auch nicht, aber wir merken schon auch an dem Verhalten von Kindern und Eltern, wie angespannt die Situation ist."

Während viele Einrichtungen für Kinder pandemiebedingt geschlossen bleiben, ist für Siggelkow und das Arche-Team klar: Es gibt Fälle, da geht Kinderschutz vor Infektionsschutz. Deshalb sind die Arche-Einrichtungen weiter geöffnet. Kinder bekommen dort weiterhin ein warmes Mittagessen, Hausaufgabenhilfe und, wann immer es benötigt wird, ein offenes Ohr. Und das brauchen sehr viele Kindern dringend. Die Auswirkungen der Coronakrise auf Kinder ziehen sich durch alle sozialen Schichten.

71 Prozent der Kinder und Jugendlichen fühlen sich laut Studien durch die Pandemie abgehängt. Zwei Drittel von ihnen geben eine verminderte Lebensqualität und ein geringeres psychisches Wohlbefinden an. Expertinnen und Experten beobachten schlechte Ernährung, wenig Bewegung und zunehmende Gewalt in Familien. Sie machen sich Sorgen um die Gesundheit und Langzeitfolgen der Pandemie.

Quelle: ZDF (ots)

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