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Kirchenaustritte und Finanzgebaren: "ZDFzoom" über das Geld und die Glaubwürdigkeit der katholischen Kirche

Archivmeldung vom 22.09.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.09.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Kirche und Finanzgewinne - für die Benediktiner kein Widerspruch. Abt Johannes Eckert im Gespräch mit ZDFzoom-Reporterin Nina Behlendorf. Bild: "obs/ZDF"
Kirche und Finanzgewinne - für die Benediktiner kein Widerspruch. Abt Johannes Eckert im Gespräch mit ZDFzoom-Reporterin Nina Behlendorf. Bild: "obs/ZDF"

Die katholische Kirche steckt in einer tiefen Krise: Mehr als jeder Zweite (53 Prozent) ist überzeugt: "Die katholische Kirche geht nicht verantwortungsvoll mit ihrem Geld um." Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für die "ZDFzoom"-Dokumentation "Glaube, Liebe, Kapital - Die katholische Kirche und ihre Finanzen". Am Mittwoch, 24. September 2014, 22.45 Uhr, im ZDF fragen die Filmautoren Nina Behlendorf und Nicolai Piechota: Wie verträgt sich der "Konzern Kirche" mit den eigenen Ansprüchen an Glaube und Moral?

Der Finanzskandal um die Bischofsresidenz von Limburg ist das Paradebeispiel für einen nicht sachgerechten Umgang mit Kirchengeldern. Über 30 Millionen Euro hat der Bau gekostet. Die "ZDFzoom"-Autoren finden heraus: Limburg ist nur ein Beispiel für mangelnde Transparenz und fehlende Kontrolle in der katholischen Kirche.

Dabei steht die katholische Kirche unter Druck: Knapp 179 000 Menschen sind allein im vergangenen Jahr ausgetreten. Bei der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz vom 22. bis 25. September in Fulda werden deshalb Kirchenfinanzen und die Austritts-Statistik 2013 Themen sein.

Die "ZDFzoom"-Autoren Nina Behlendorf und Nicolai Piechota begeben sich auf Spurensuche im Finanzkosmos der Kirche und zeigen: Die katholische Kirche lebt nicht nur von Steuergeldern und Spenden allein. Sie ist mittlerweile ein Global Player, ein Unternehmen, das Gewinn erwirtschaftet und über Vermögen verfügt, das in keiner Bilanz auftaucht. Und das, so der Generalsekretär der Deutschen Bischofskonferenz Pater Langendörfer, werde sich auch so schnell nicht ändern. Frühestens in ein bis zwei Jahren würden alle Bistümer ihre Finanzen offen legen. In "ZDFzoom" fordern Kirchenkenner nicht nur mehr Offenheit bei den Finanzen, sondern auch Mitbestimmung bei der Verteilung der Gelder.

Quelle: ZDF (ots)

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