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Umfrage zum 100. Jahrestag des Ersten Weltkriegs: Deutsche aller Altersstufen beweisen Geschichtsbewusstsein

Archivmeldung vom 16.07.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.07.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Doris Oppertshäuser
Das Bild zeigt deutsche Soldaten in französischer Kriegsgefangenschaft. / Bild: "obs/National Geographic Channel/ECPAD / National Geographic Channels"
Das Bild zeigt deutsche Soldaten in französischer Kriegsgefangenschaft. / Bild: "obs/National Geographic Channel/ECPAD / National Geographic Channels"

Im Juli 1914 hat Österreich-Ungarn nach einem Attentat auf Erzherzog Franz Ferdinand in Sarajevo den Serben den Krieg erklärt. Die Auseinandersetzung zog innerhalb weniger Monate immer mehr Nationen in den Ersten Weltkrieg hinein, der am Ende 10 Millionen Soldaten und 7 Millionen Zivilisten das Leben kostete.

Anlässlich des 100. Jahrestags hat der National Geographic Channel eine repräsentative Forsa-Umfrage in Auftrag gegeben. Ziel der Untersuchung war es herauszufinden, wie es um das Geschichtswissen der Deutschen ein Jahrhundert nach Ausbruch des Krieges steht. Die Ergebnisse: Knapp neun von zehn Deutschen (87 Prozent) sind sich bewusst, wann genau der Erste Weltkrieg stattfand, nämlich von 1914 bis 1918.

Auch die Frage nach dem Kriegsanlass wurde von Bürgern aller Altersstufen richtig beantwortet: Mehr als zwei Drittel (71 Prozent) wussten, dass das Attentat auf Erzherzog Franz Ferdinand der Auslöser war. Männer (82 Prozent) waren bei dieser Frage insgesamt etwas geschichtssicherer als Frauen (61 Prozent). Anlass der Forsa-Umfrage ist die deutsche TV-Premiere der Doku-Reihe "Apokalypse Erster Weltkrieg" am 18. Juli um 21.05 Uhr auf dem National Geographic Channel (empfangbar u.a. über Sky). Insgesamt wurden 1000 Bürger über 14 Jahren mit computergestützten Telefoninterviews befragt.

Im zweiten Teil der Forsa-Umfrage im Auftrag von National Geographic Channel zeigten die Deutschen leichte Schwächen: Zwar wusste knapp jeder Zweite (54 Prozent), dass Kaiser Wilhelm II. im Ersten Weltkrieg eine wichtige Rolle gespielt hat, jeder Dritte (33 Prozent) glaubte, dass Otto von Bismarck, der den Krieg nicht miterlebt hat, eine federführende Rolle gespielt hat. Der Erste Weltkrieg forderte fast zehn Millionen Todesopfer unter den Soldaten. Knapp jeder zweite Deutsche (47 Prozent) geht davon aus, dass acht Millionen oder weniger Soldaten ihr Leben im Kampf gelassen haben.

"Apokalypse Erster Weltkrieg" präsentiert den Krieg dank eines aufwändigen Kolorierungs- und Nachvertonungsverfahren unmittelbarer, als dies durch TV-Bilder bisher möglich war. Restauriert wurde eine Vielzahl historischer Originalaufnahmen aus aller Welt, darunter bisher unbekanntes, privates Amateur-Material von höchster Qualität, auf das die Macher zufällig gestoßen sind. Der National Geographic Channel zeigt die beeindruckende fünfteilige Doku ab 18. Juli jeden Freitag um 21.05 Uhr als TV-Premiere. "Apokalypse Erster Weltkrieg" ist eine Produktion von CC&C von Produzent Louis Vaudeville, Regisseurin Isabelle Clarke und Autor Daniel Costelle.

Kommentar zur Umfrage von Professor Dr. Jörn Leonhard (Uni Freiburg) Prof. Dr. Leonard ist Inhaber des Lehrstuhls für Westeuropäische Geschichte an der Universität Freiburg und Autor von "Die Büchse der Pandora. Geschichte des Ersten Weltkriegs" (erschienen 2014 bei C.H. Beck, München (4. Auflage)): "Die Forsa-Umfrage in Auftrag des National Geographic Channels zeigt, dass es in Deutschland zwar ein allgemeines Wissen zum Ersten Weltkrieg gibt, was die zeitliche Einordnung und den unmittelbaren Auslöser angeht. Doch schon bei der Frage nach wichtigen Personen und zumal bei der Einschätzung der Opferzahlen offenbaren sich erhebliche Wissenslücken, die je nach Alter, Geschlecht, Bildung und Einkommen noch stärker hervortreten. Für viele Deutsche scheint der 1914 ausgebrochene Weltkrieg gegenüber dem Komplex 'Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg, Holocaust' eine Art von Vorvergangenheit darzustellen, was sich auch auf das vorhandene Wissen auswirkt. Während sich die Bilder des Attentats von Sarajewo in vielen Geschichtsbüchern finden, bringen 33 Prozent der Befragten Bismarck mit dem Krieg in Verbindung und nur 18 Prozent können die Zahl der getöteten Soldaten korrekt einschätzen. Hier sind die aktuellen Forschungsergebnisse offenkundig trotz des momentan großen Medieninteresses noch nicht annähernd vermittelt worden."

Quelle: National Geographic Channel (ots)

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