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"Bürgerzorn und Bauernnöte"

Archivmeldung vom 23.06.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.06.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
	  Die junge Müllsammlerin Romina und ihre Familie. Bild: ZDF und Carsten Thurau
Die junge Müllsammlerin Romina und ihre Familie. Bild: ZDF und Carsten Thurau

Am 28. Juni wird in Argentinien gewählt. Umfragen zufolge muss die Regierung mit erheblichen Verlusten rechnen. Auf den Wahlsieger kommt eine krisenreiche Regierungszeit zu. Argentinien, das sich gerade erst von der größten Staatspleite der jüngeren Geschichte erholt hat, steht erneut vor dem wirtschaftlichen Abgrund.

In seinem Film "Bürgerzorn und Bauernnöte - Argentiniens ewige Krise" am Mittwoch, 24. Juni 2009, 0.35 Uhr, begibt sich ZDF-Südamerika-Korrespondent Carsten Thurau auf die Suche nach den Ursachen.

Das zweitgrößte Land Südamerikas taumelt von einer Krise zur nächsten.  Es besitzt riesige fruchtbare Flächen und eine gut ausgebildete Mittelschicht. Doch in den vergangenen Jahrzehnten versank das Land in Militärdiktatur, Inflation und Staatspleite. Zwar erholte Argentinien sich spektakulär schnell vom dramatischen Bankrott im Jahr 2001 - doch nun steckt das Land erneut tief in der Krise.

In der Hauptstadt Buenos Aires sind die Folgen der globalen Finanzkrise bereits deutlich zu sehen. In den schicken Vierteln haben innerhalb weniger Monate Hunderte Geschäfte, Restaurants und Boutiquen dichtgemacht.

Ins Stottern geraten ist auch der Motor der argentinischen Wirtschaft, die Landwirtschaft. Bisher erwirtschaftete sie die Hälfte des Staatshaushaltes durch den Export von Rindfleisch und Weizen. Doch in der schlimmsten Dürre seit 70 Jahren sind Millionen Rinder verendet oder mussten notgeschlachtet werden. Die Mais- und Weizenernte fiel weitgehend aus. Viele Farmer stehen vor dem Ruin.

Noch mehr als die katastrophale Dürre aber erregt die Gemüter der Landwirte die Politik von Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner, die im vergangenen Jahr die Exportsteuer für Fleisch und Getreide deutlich anhob. Monatelange Streiks, Blockaden und Proteste waren die Folge. Zu Beginn ihrer Amtszeit 2007 war die Präsidentin für viele Argentinier noch Hoffnungsträgerin für eine bessere Zukunft. Doch jetzt wachsen die Zweifel, ob sie Argentiniens drängende Probleme wirklich beheben kann. Immer mehr Familien rutschen unter die Armutsgrenze; die Kritik an der Regierung nimmt zu. Kirchner, die das Präsidentenamt von ihrem Ehemann Nestor Kirchner übernahm, hat die ursprünglich für Oktober vorgesehenen Parlamentswahlen auf Ende Juni vorgezogen. Kritiker werfen ihr vor, sie wolle so - angesichts der sich drastisch verschärfenden Krise - eine drohende Niederlage vermeiden.

Quelle: ZDF

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