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Krisen-Kreativität und Mikroabenteuer in zwei ZDF-Dokus

Archivmeldung vom 27.05.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.05.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: "obs/ZDF/Jonny Müller-Goldenstedt"
Bild: "obs/ZDF/Jonny Müller-Goldenstedt"

Wie in Zeiten der Coronapandemie die Menschen in Polen das Leben einfallsreich organisieren und welche Möglichkeiten es in Deutschland gibt, in der Krise auch mal aus dem Alltag herauszukommen - das beleuchten an Pfingstmontag, 1. Juni 2020, zwei Dokumentationen im ZDF. Zunächst berichtet ab 19.15 Uhr Natalie Steger, Leiterin des ZDF-Studios in Warschau, über "Polen in der Pandemie - Kreativ in der Krise".

Ab 19.30 Uhr schließt sich daran die 45-minütige Dokumentation "Urlaub vor der Haustür - Mikroabenteuer in der Natur" an. Beide Filme stehen ab Sonntag, 31. Mai 2020, 18.00 Uhr, in der ZDFmediathek zur Verfügung.

In Polen kontrolliert die Polizei in Pandemiezeiten streng - und tanzt. In der Stadt Nowy Dwór Gdanski haben zwei Polizisten auf der Straße vor ihrer Wohnung für zwei Kinder in Corona-Quarantäne "YMCA" getanzt - das Video davon wurde in Polen viel geklickt, geliked und geteilt. Dass das Land politisch tief gespalten ist - daran ändert auch die Pandemie nichts: Die nationalkonservative PiS-Regierung legt sich regelmäßig mit der EU an und hat Medien und Justiz längst im Griff. Doch den Corona-Krisenalltag organisieren die Polen durchaus solidarisch: Influencerinnen verbringen ihre Zeit statt mit Modetipps im Internet mit kostenlosen Essensauslieferungen für Senioren. Und Polens Homosexuelle, oft angefeindet im Land, helfen auf ihre Art gegen die Auswirkungen der Pandemie.

Raus aus dem Alltag - die Sehnsucht nach Natur und etwas Abenteuer ist gerade in Coronazeiten groß. Mikroabenteuer heißt deshalb der Trend - ein Abenteuer, das vor der eigenen Haustür beginnen kann. Für die ZDF-Dokumentation machen sich drei Teams ohne große Vorbereitung und Vorerfahrung auf den Weg: Zwei Freundinnen aus der Nähe von Wiesbaden, eine vierköpfige Familie aus Leipzig und ein Paar aus Hamburg verlassen die eigene Komfortzone und wagen den Spontan-Trip in die "Wildnis". Die Teams starten mit unterschiedlichen Voraussetzungen und ganz individueller Motivation. Was sie teilen, ist das Gefühl, dass ihnen durch die verhängten Coronamaßnahmen langsam, aber sicher die Decke auf den Kopf fällt. Einfach los und machen - wie alltagstauglich ist dieses Konzept? Autorin Denise Jacobs ist es gelungen, mit der Kamera die Momente der Abenteuer einzufangen und Lust auf ein eigenes Mikroabenteuer zu machen.

Quelle: ZDF (ots)

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