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3sat-Doku "Heilsame Trips - Drogen als Medizin"

Archivmeldung vom 15.04.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.04.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: "obs/3sat"
Bild: "obs/3sat"

Der Konsum von Substanzen wie LSD, Psilocybin und DMT (Dimethyltryptamin) ist in den meisten Ländern verboten. Jetzt entdeckt die Wissenschaft die heilsame Wirkung solcher psychedelischer Stoffe wieder. Die Dokumentation "Heilsame Trips - Drogen als Medizin" (Erstausstrahlung) von Florian Gebauer, am Mittwoch, 22. April 2020, 20.15 Uhr in 3sat, stellt verschiedene Studien und Therapieansätze vor.

Studienergebnisse zeigen, dass psychoaktive Substanzen bei Depressionen, Ängsten und Süchten als Medikament eingesetzt werden können. Die Erfahrungen, die solche Substanzen auslösen, können im therapeutischen Prozess entscheidend zum Heilungsprozess beitragen. Oleg Kogut hat an einer LSD-Studie des Schweizer Psychotherapeuten Peter Gasser teilgenommen. Der junge Mann ist schwer krebskrank und depressiv. Die Ärzte geben ihm kaum mehr Aussicht auf Heilung. Nach zwei LSD-Sitzungen kommt er mit Gefühlen in Berührung, die er sein Leben lang verdrängt hat und die ihm helfen, die Depression und die Angst vor der Krankheit zu überwinden.

Ein anderes Beispiel: Phil Defriend ist seit zehn Jahren schwer opioidsüchtig. In einer speziellen Entzugsklinik in Mexiko bekommt er Ibogain verabreicht, eine psychedelische Substanz, die aus einer afrikanischen Wurzel gewonnen wird. Die Visionen des Trips lassen ihn die Ursachen für seine Sucht erkennen. Nach 24 Tagen ohne die gefürchteten Entzugserscheinungen hat Phil den Suchtkreislauf dank Ibogain durchbrochen. Ob er clean bleiben kann, entscheiden die nächsten Monate und die Weichenstellungen in seinem Leben.

Denn bei LSD und Ibogain handelt es sich nicht um Substanzen, die Traumata oder Süchte einfach verschwinden lassen können. "Diese Substanzen sind Türöffner", sagt der Schweizer Psychotherapeut Peter Gasser. "Ob und wie wir durch die Türe gehen, entscheiden wir selbst. Und nach einer Sitzung beginnt dann erst die richtige integrierende Arbeit."

Quelle: 3sat (ots)


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