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MDR-Magazin "Umschau" zu Immobilien in Mitteldeutschland Rekord-Einnahmen bei Grunderwerbssteuer

Archivmeldung vom 11.03.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.03.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Münzenberg, Geldberg und Geldberge (Symbolbild)
Münzenberg, Geldberg und Geldberge (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Die mitteldeutschen Finanzämter können sich über steigende Einnahmen aus der Grunderwerbssteuer freuen. Das ergaben Recherchen des MDR-Magazins "Umschau". Kritiker sehen die Steuer als Zusatzbelastung für Bauwillige. Im vergangenen Jahr haben Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zusammen rund 724 Millionen Euro aus der Grunderwerbssteuer eingenommen.

Das ergab eine Abfrage der Finanzämter der Länder. Damit sind die Einnahmen aus der Steuer 2018 im Vergleich zum Vorjahr um etwa zehn Prozent gestiegen. Die Grunderwerbssteuer wird beim Kauf von Grundstücken erhoben und beschert den Finanzämtern nahezu konstant steigende Einnahmen. In Sachsen bezahlten Immobilienkäufer 2018 insgesamt etwa 338 Millionen Euro Grunderwerbssteuer - das sind 37 Prozent mehr als noch 2014. In Sachsen-Anhalt sind die Einnahmen seit 2014 um fast 60 Prozent auf zuletzt 187 Millionen Euro gestiegen. In Thüringen beträgt der Anstieg in den vergangenen fünf Jahren sogar rund 84 Prozent - auf knapp 200 Millionen Euro.

Die erhöhten Einnahmen haben mehrere Gründe. Laut Immobilienwissenschaftler Stefan Kofner können sie sowohl auf gestiegene Immobilien- und Grundstücksverkäufe als auch auf höhere beim Verkauf erzielte Preise zurückgeführt werden. "Die Immobilienpreise sind vor allem im urbanen Raum kräftig gestiegen, zum Beispiel in Dresden, Leipzig, Jena, Weimar und Erfurt", sagt der Professor für Immobilienwirtschaft an der Hochschule Zittau-Görlitz. Dazu komme, dass die Steuer in Thüringen im Jahr 2017 von 5 Prozent auf 6,5 Prozent erhöht wurde. Die Höhe der Grunderwerbssteuer kann seit der Föderalismusreform 2006 von den Ländern selbst festgelegt werden - vorher lag sie bundesweit einheitlich bei 3,5 Prozent.

Thüringen erhebt mit Schleswig-Holstein, dem Saarland, NRW und Brandenburg bundesweit die höchste Steuer (6,5 Prozent). Sachsen-Anhalt berechnet 5 Prozent Grunderwerbssteuer. In Sachsen beträgt sie seit jeher 3,5 Prozent.

Über das Thema berichtet das MDR-Magazin "Umschau" am 12.03.2019 um 20:15 Uhr im MDR-Fernsehen.

"Umschau", dienstags, 20:15 Uhr, MDR-Fernsehen | mdr.de/umschau

Quelle: MDR Exklusiv-Meldung (ots)

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