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Blackout: "planet e." im ZDF über Cyberangriffe auf das Stromnetz

Freigeschaltet am 12.06.2019 um 11:59 durch Andre Ott
Bild: "obs/ZDF/Franca Leyendecker"
Bild: "obs/ZDF/Franca Leyendecker"

Die Umstellung auf erneuerbare Energien macht das Stromnetz anfälliger für Cyberangriffe. Denn Wind-, Solar- und Wasserkraftanlagen produzieren nicht nur Strom, sondern auch jede Menge Daten. Am Sonntag, 16. Juni 2019, 16.30 Uhr, berichtet "planet e." im ZDF über "Blackout - Angriff auf unser Stromnetz". In der ZDFmediathek ist die Dokumentation ab Freitag, 14. Juni 2019, 10.00 Uhr, abrufbar.

2015 und 2016 hatten Hacker in der Ukraine die Stromversorgung lahmgelegt - mehr als 700.000 Haushalte waren stundenlang ohne Strom. Der Fall zeigt: Mit einem groß angelegten, koordinierten Angriff könnten Hacker den Strom flächendeckend ausschalten, womöglich für Tage oder sogar für Wochen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt deshalb vor Cyberangriffen auf Energieversorger.

Die größte Schwachstelle ist häufig der einzelne Mitarbeiter: Veraltete Systeme erhalten kein Update, Passwörter sind viel zu einfach gestaltet und werden zu selten geändert. In einem "Cybergym" in der Nähe von Prag lernen Angestellte von Europas großen Stromanbietern, wie man sich vor Hackerangriffen schützen kann. Doch Sicherheit muss man sich leisten können. Vor allem kleineren Energieversorgern fehlt es oft an Geld, um in die IT-Sicherheit zu investieren und ihre Mitarbeiter ausreichend zu schulen.

Eberhard Oehler, Geschäftsführer der Stadtwerke Ettlingen, spricht in der Doku über den Nachholbedarf von Energieversorgern in Sachen Cybersecurity. So verwenden viele Stadtwerke ähnliche Software und Technik. Dadurch steigt die Gefahr, dass Hacker nicht nur ein Stadtwerk lahmlegen - sondern gleich mehrere auf einmal.

Kein System ist zu 100 Prozent sicher, sagt Benjamin Kunz Mejri. Er muss es wissen: Von der NASA über Microsoft bis zu deutschen Stromkonzernen hat er schon unzählige Unternehmen gehackt. Doch Benjamin Kunz Mejri knackt die Datenbanken nicht mit kriminellen Absichten. Er ist ein "guter" Hacker, ein sogenannter "White Hat". Alle Sicherheitslücken, die er findet, meldet er den betroffenen Firmen - damit diese sie stopfen können. Benjamin Kunz Mejris neuestes "Opfer": die Stadtwerke Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz.

Quelle: ZDF (ots)

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