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Aufbruch im Handwerk: "ZDF.reportage" über neue Macher

Archivmeldung vom 18.07.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.07.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: "obs/ZDF/Daniel Koschera"
Bild: "obs/ZDF/Daniel Koschera"

Handwerksbetrieben fehlt es an Nachwuchs. Kunden setzen häufig auf günstigere Produkte vom Discounter anstatt auf echte Handarbeit. Wer heute gegen die Billigkonkurrenz bestehen will, braucht Erfindungsreichtum. Die "ZDF.reportage: Die neuen Macher - Aufbruch im Handwerk" begleitet am Sonntag, 19. Juli 2020, 17.55 Uhr, junge Quereinsteiger in traditionellen Berufen, die mit Mut und innovativen Ideen backen, metzgern, tischlern.

Sebastian Däuwel von den "Brotpuristen" in Speyer und seine acht Mitarbeiter backen rund 800 Brote pro Tag. Wenn die Bäckerei um 15.30 Uhr öffnet, stehen die Kunden Schlange. In sein Brot kommt nur das, was unbedingt nötig ist. Absatzprobleme kennt Sebastian Däuwel ebenso wenig wie Nachwuchssorgen - das liegt auch an den Arbeitszeiten: Bei ihm muss keiner im Morgengrauen in der Bäckerei stehen.

In der Metzgerei Friedrichs in Köln setzen die beiden Brüder Sebastian und David Friedrichs auf Transparenz im wahrsten Sinne des Wortes: In ihrem Ladenlokal gibt es eine Art "Showroom", in dem nicht nur Würste hängen, sondern auch mal ein halbes Schwein. Denn ihre Kunden wollen wissen, was auf dem Teller landet. Nachhaltigkeit und Tierwohl gehören zum Verkaufskonzept: Die Rinder kommen vom elterlichen Bauernhof. Die beiden Inhaber wollten eigentlich nie Metzger werden. David ist gelernter Zimmermann, Sebastian Notfallassistent. Die Idee für die Metzgerei war zunächst nur eine Schnapsidee - sie entstand im Urlaub nach einigen Drinks. Doch ihr Konzept ging auf, in einer Zeit, in der immer mehr Metzgereien schließen müssen.

Auch das Schreinerhandwerk hat es in Zeiten der großen Möbelhäuser und der weitverbreiteten Wegwerfmentalität nicht leicht. Ein Trend, dem Lisa Marie Martach und Ricarda Mayer mit der "Allgäuer Holzliebelei" etwas entgegensetzen wollen. Vor zwei Jahren gründeten sie ihre Schreinerei im Allgäu, mit der sie sich auf Unikate aus Altholz spezialisiert haben. Denn "jeder alte Balken kann seine eigene Geschichte erzählen", so die beiden Quereinsteigerinnen: Ricarda studierte ursprünglich BWL, Lisa Marie Architektur. Ihr Konzept macht Furore - schon ein Jahr nach Gründung wurden sie von der baden-württembergischen Handwerkskammer als "Persönlichkeiten des Handwerks" ausgezeichnet.

Quelle: ZDF (ots)

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