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Digitalen Wandel in der Lehre voranbringen

Freigeschaltet am 12.06.2019 um 11:29 durch Manuel Schmidt
Die Weiterentwicklung digitaler Lehre ist eine Chance, die Studiengänge und das Profil der Universität weiterzuentwickeln
Quelle: Matej Meza/Universität Bremen (idw)
Die Weiterentwicklung digitaler Lehre ist eine Chance, die Studiengänge und das Profil der Universität weiterzuentwickeln Quelle: Matej Meza/Universität Bremen (idw)

Die Universität Bremen steckt mitten im Digitalen Wandel. Für die Lehre bekommt sie jetzt strategische Unterstützung von renommierten externen Expertinnen und Experten. Diese sogenannte Peer-to-Peer-Beratung wird vom Hochschulforum Digitalisierung unterstützt. Das Konzept der Universität konnte in der jüngsten Programmausschreibung überzeugen. Koordiniert werden die individuellen Beratungsangebote durch den Stifterverband und das CHE Centrum für Hochschulentwicklung.

„Die Weiterentwicklung digitaler Lehre sehen wir als Chance, unsere Stärken, unsere Studiengänge und unser Profil weiterzuentwickeln“, erläutert Professor Thomas Hoffmeister, Konrektor für Lehre und Studium. Das sogenannte Forschende Lernen soll systematisch mit digitalen Szenarien ausgebaut werden. Dieses Lehr-Konzept der Universität Bremen bedeutet unter anderem eine studierendenzentrierte Lehr-Lern-Kultur, ein aktives Lernen und das Einüben einer kritisch-methodischen Haltung.

Lehrende besser unterstützen

Besonders gefragt ist die externe Expertise des Hochschulforums Digitalisierung bei der Frage, wie neue und bisherige digitale Formate zusammengefasst und auf der Ebene der Studiengänge breit verankert werden und wie die Lehrenden besser unterstützt werden können. Dazu werden erfahrene Expertinnen und Experten aus anderen Hochschulen, Stiftungen oder der Wirtschaft – auf Englisch „Peer“ – die teilnehmenden Hochschulen in einem strukturierten Prozess die Universität Bremen besuchen. In den individuellen Beratungsprozess, zu dem Gespräche und Workshops vor Ort gehören, werden auch Lehrende und Studierende der Universität Bremen mit einbezogen. Die Peer-to-Peer-Beratung soll im Herbst 2020 abgeschlossen sein.

Die Universitätsleitung ist überzeugt davon, dass die Anreicherung der Präsenzlehre um digitale Elemente der richtige Weg für Innovationen in der Lehre ist. „Entsprechende Lehr- und Lernszenarien sollen nicht mehr nur in den Veranstaltungen einzelner Lehrender, sondern in einer sinnvollen Weise in der Breite eines Studiengangs zum Einsatz kommen“, so der Konrektor für Lehre und Studium. „Das ist unser ambitioniertes Ziel.“

Digitalisierung ermöglicht flexible Studienverläufe und Lernwege

Studierende kämen mit immer unterschiedlicheren Bildungshintergründen an die Universität. Ihr Vorwissen, ihre Studienmotivation und ihre Lebenssituationen würden sich unterscheiden, erläutert Hoffmeister. „Diesen Umständen wollen wir Rechnung tragen.“ Die Digitalisierung ermöglicht es, flexible Studienverläufe und angepasste Lernwege anzubieten sowie die Zusammenarbeit von Lehrenden und Lernenden untereinander und miteinander vor Ort und international anzuregen.

Universität Bremen: deutschlandweit Vorbild

Bereits heute verfügt die Universität Bremen über breit gefächerte Kompetenzen in der Digitalisierung von Studium und Lehre; gebündelt seit 2000 im Zentrum für Multimedia in der Lehre (ZMML). Mit ihrem Testcenter für E-Assessment, E-Klausuren und Softwareprüfungen ist die Universität Bremen beispielsweise deutschlandweit zum Vorbild geworden. Im Sommersemester 2018 wurden über 9.000 Prüfungsleistungen aus 120 Lehrveranstaltungen aller Fachbereiche elektronisch abgewickelt. Außerdem investiert die Universität in jüngerer Zeit stark in moderne Lernräume für Gruppen – das ZMML stellt zurzeit gut 20 multimediale Lerninseln in sechs Gebäuden zur Verfügung. Mehr als 10.000 Buchungen pro Semester und Nutzerbefragungen zeigen die hohe Akzeptanz.

Die Strategieberatung vom Hochschulforum Digitalisierung geht in diesem Jahr in die dritte und letzte Runde. Die Universität Bremen wurde von einer Jury als eine von insgesamt sechs Hochschulen ausgewählt. Ein wichtiges Kriterium war, dass sie überzeugende Vorarbeiten zu innovativen, digital gestützten Lehr- und Lernszenarien vorweisen konnten und die Ergebnisse der Beratung nachhaltig in die hochschulinterne Weiterentwicklung von Strategien und Umsetzungsmaßnahmen einfließt.

Koordiniert vom Stifterverband und dem Centrum für Hochschulentwicklung

In ersten drei Runden des Programms seit 2017 haben sich bislang 99 Hochschulen um eine Teilnahme beworben. Die Ausgewählten werden für ein Jahr durch den Stifterverband und das CHE Centrum für Hochschulentwicklung sowie Expertinnen und Experten des Hochschulforums Digitalisierung bei ihrer strategischen Auseinandersetzung mit der Digitalisierung in Studium und Lehre begleitet. Neben der Strategieberatung profitieren sie bei Workshops und Konferenzen auch durch die Vernetzung untereinander und mit anderen Hochschulen.

Quelle: Universität Bremen (idw)

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