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Medien: Washington bereitet Drohneneinsatz in Syrien vor

Archivmeldung vom 22.03.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.03.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Collage: Stimme Russlands
Bild: Collage: Stimme Russlands

In den USA bereitet man sich darauf vor, mit unbemannten Flugapparaten einen Präventivschlag gegen die Objekte zu führen, wo die chemischen Waffen in Syrien voraussichtlich gelagert werden. Obwohl Präsident Obama während seines Besuches in Israel dazu aufgerufen hat, die endgültige Bestätigung der Informationen über den Einsatz von chemischen Kampfmitteln im Raum der syrischen Stadt Aleppo abzuwarten, hat die CIA bereits die entsprechenden Vorbereitungen aufgenommen. Im Kongress ist das Verfahren für die Billigung solcher Operationen in Gang gebracht worden. Laut Verfassung soll der Kongress zu jedem militärischen Eingreifen der USA außerhalb der Landesgrenzen seine Zustimmung geben. Das berichtet Radio "Stimme Russlands".

Im Beitrag von Andrei Fedjaschin und Aleksei Liachow heißt es weiter: "In Langley ist eine Sondergruppe gebildet worden, die sich ausschließlich mit der Bewertung und Ermittlung konkreter Ziele in Syrien beschäftigt. Gemeint sind sowohl materielle als auch menschliche Ziele. Dorthin sind ferner Offiziere der CIA aus Pakistan und Jemen herbeordert worden, die sich mit dem Richten der Drohnen auf Ziele in diesen Ländern, sowie in Afghanistan und Somalia beschäftigt haben. Der neue Direktor der CIA, John Brennan, gilt als überzeugter Verfechter des Einsatzes von unbemannten Flugapparaten und als Chefideologe eines „Fernkrieges“ unter Einsatz von Drohnen.

Vertreter der CIA haben geheime Briefings für die beiden Aufklärungsausschüsse des Kongresses (den für den Senat und den für das Repräsentantenhaus) abgehalten. Gewöhnlich wird das vor dem Treffen von wichtigen Entscheidungen durch das Weiße Haus getan.

Die Vorsitzende des Aufklärungsausschusses des Senats, die Demokratin Dianne Feinstein, lehnte es nach der geschlossenen Sitzung ab, die Frage zu beantworten, ob ein Schlag gegen Syrien unausbleiblich sei. Sie sagte buchstäblich folgendes:

„Man hat uns während der geschlossenen Sitzung absolut vertrauliche Informationen bereitgestellt. Die gleichen, die das Weiße Haus erhalten hat. Wie ich bereits sagte, wird das Weiße Haus eine Entscheidung treffen müssen. Mir scheint, dass schreckliche Zeiten kommen. Das Regime (Syriens) befindet sich in einer zunehmend verzweifelten Situation. Wir wissen, wo sich die chemischen Waffen befinden. Wir treten in sehr dunkle Zeiten ein. Das Weiße Haus muss zu allem bereit sein.“

Seinerseits erklärte der Republikaner Mike Rogers, Vorsitzender des Spezialausschusses Aufklärung des Repräsentantenhauses, dass die Sache bereits an einem roten Streifen angelangt sei, durch dessen Überschreiten das Assad-Regime bereits mit keinerlei Nachsicht zu rechnen habe:

„Ich denke, dass uns bestimmte moralische Verpflichtungen obliegen und wir mit ihrer (der Syrier) Fähigkeit etwas tun müssen, chemische Waffen einzusetzen. Wenn das einen sehr begrenzten militärischen Schlag bedeuten wird, so, ich wiederhole es, obliegt uns die moralische Verantwortung, dies zu tun.“

Die Sondergruppe der CIA für Syrien arbeitet in einem engen Kontakt mit den Aufklärungsorganen Saudi Arabiens, Jordaniens, der Türkei und der anderen Staaten dieser Region zusammen. Sie speichert alle nur möglichen Informationen über die Ziele, deren Charakteristika und Schutzsysteme. Gleichzeitig damit werden, wie die Zeitung „Los Angeles Times“ schreibt, detaillierte Dossiers über aktive Anhänger von „Al-Qaida“ in den Widerstandsgruppierungen zusammengetragen. Washington ist in letzter Zeit sehr über die Tatsache beunruhigt, dass die radikalsten islamischen Abteilungen der Opposition immer mehr Siege in Syrien erringen. Die Aufklärungsdossiers über die Radikalen können dazu verwendet werden, dass die gemäßigten Elemente der Opposition, wie sich die Zeitung ausgedrückt hat, „die Oberhand gewinnen“. Am ehesten ist von einer physischen Vernichtung derjenigen die Rede, die man in den USA für Agenten der „Al-Qaida“ hält."

Quelle: Text Andrei Fedjaschin und Aleksei Liachow - „Stimme Russlands"

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