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Nehammer rudert bei Neutralität zurück: Militärkonvois der NATO rollen durch Österreich – Luftraum nur für Russland gesperrt

Archivmeldung vom 07.03.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.03.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Symbolbild Bild: Pixabay / WB / Eigenes Werk
Symbolbild Bild: Pixabay / WB / Eigenes Werk

Am Sonntag und am Montag rollten Militärkonvois durch Wien. Ein Heeressprecher erklärte, dass es sich bei dem Transport um 13 französische Militärfahrzeuge handelte. Diese seien auf dem Weg nach Ungarn. Auch in Oberösterreich werden immer wieder Verbände von Militär-Fahrzeugen gesichtet, wie WB-Leser berichten. Der Heeressprecher dementierte auch Meldungen in deutschen Zeitungen, wonach der österreichische Luftraum für die NATO gesperrt wäre. Dies berichtet das Magazin "Wochenblick.at".

Weiter berichtet das Magazin: "Das sei eine „Zeitungsente“, der Luftraum sei nur für russische Maschinen gesperrt. Die NATO müsse für Überflüge auch keine Anfrage an Österreich richten, denn die NATO sei ja nicht im Krieg. Nehammer hat seine Einstellung zur Neutralität indes geändert. Auf Twitter teilte er mit, diese stehe nicht zur Debatte.

Augenzeugenberichte: Militätkonvois rollen durch Wien

Wie eine Tageszeitung berichtet, wurde bereits am Sonntagabend eine Kolonne schwer gepanzerter Militärfahrzeuge gesichtet. Ein Wiener habe diese in Ober St. Veit (Penzing) beobachtet: “Die Kolonne fuhr bei der Westeinfahrt in Richtung Innere Stadt hinein.” An der Spitze des Konvois soll ein VW Golf des österreichischen Bundesheeres gefahren sein.

Bild: Wochenblick / Eigenes Werk

Bild: Wochenblick / Eigenes Werk

Eine andere Augenzeugin entdeckte auf ihrem morgentlichen Weg in die Arbeit dann am Montag einen weiteren Militär-Konvoi im 14. Wiener Bezirk. Sie filmte den Militärtransport auf der Linken Wienzeile bei Schönbrunn mit ihrem Smartphone.

Bild: Wochenblick / Eigenes Werk

Bild: Wochenblick / Eigenes Werk

Bild: Wochenblick / Eigenes Werk

Französischer Militärkonvoi auf dem Weg nach Ungarn

Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Oberst Michael Bauer, erklärte zum Militärkonvoi, der am Sonntag durch Wien rollte: “Es handelte sich dabei um 13 Fahrzeuge des französischen Militärs, das auf dem Weg nach Ungarn war”. Es gebe keinen Grund zur Sorge. “Meist fahren solche Transporte mit der Eisenbahn durch Österreich. Es handelt sich hierbei aber um nichts Außergewöhnliches und kommt immer wieder vor”, beschwichtigte Oberst Bauer.

“Neue Neutralität”? – Luftraum-Sperre betrifft nur Russland

Laut Oberst Bauer wurde der österreichische Luftraum aufgrund des Krieges in der Ukraine nur für russische Flugzeuge gesperrt. Er dementierte damit deutsche Presseberichte, die besagten, Österreich hätte seinen Luftraum auch für die NATO gesperrt. Das sei, so Bauer, eine “Zeitungsente” gewesen. Nach einem Bericht des deutschen Online-Portals businessinsider.de hätten durch die Sperre des Luftraumes NATO-Maschinen über Italien ausweichen und diesen Umweg in Kauf nehmen müssen.

Für NATO-Überflüge keine Genehmigung erforderlich

Österreich habe seinen Luftraum jedoch nur für russische Maschinen gesperrt, so der Oberst. “Alle anderen können österreichischen Luftraum überfliegen”, sagte Bauer. Eine gesonderte Anfrage müsse die NATO nicht an Österreich richten, weil die westliche Allianz nicht im Krieg sei.

Nehammer und die Neutralität

Kürzlich beendete Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) mit den Worten„Österreich wird sich nicht hinter seiner Neutralität verstecken“ die von den Österreichern viel geliebte Neutralität. Doch diese Rechnung hat er ohne die Österreicher gemacht, wie eine aktuelle Umfrage zeigt:

Bild: Wochenblick / Eigenes Werk

Nehammer rudert bei Neutralität zurück

Das russische Außenministerium erklärte daraufhin, dass man an der Qualität der österreichischen Neutralität zweifle und man dies künftig berücksichtigen werde, wie Wochenblick berichtete. Womöglich war das der Grund für Nehammers Klarstellung auf Twitter. Plötzlich distanziert er sich von seiner eigenen Aussage und anerkennt die Wichtigkeit der Neutralität:

Quelle: Wochenblick

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