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In der Ukraine stehen die Zeihen auf Krieg

Archivmeldung vom 04.09.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.09.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Ukrainische Selbstfahrlafette 2S1 nahe Debalzewe, Februar 2015
Ukrainische Selbstfahrlafette 2S1 nahe Debalzewe, Februar 2015

Foto: Dyolf77
Lizenz: CC BY 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Pressedienst der Volksrepublik Donezk hat von einem starken Anstieg der Zahl ausländischer Militärausbilder in der Ukraine berichtet. Die Volksrepublik vermutet, dass nach der Ankunft zusätzlicher ausländischer Militärspezialisten eine weitere Offensive der ukrainischen Truppen im Kampfgebiet folgen wird. Dies berichtet das russische online Magazin "Sputnik".

Weiter heißt es hierzu auf der deutschen Webseite: "Nach Angaben des Leiters des Pressedienstes der Volksrepublik Donezk, Daniil Bessonow, wird nicht ausgeschlossen, dass die eingetroffenen Militärs ausländischer Streitkräfte unmittelbar an der Planung und Durchführung der Offensive teilnehmen könnten. Es handelt sich um Militärausbilder aus den USA und Kanada.

Die Präsenz der Militärspezialisten ist in der Ukraine seit langem zu erkennen. Es geht dabei um eine Branche, in der westliche Firmen und Politik merkwürdig verflochten sind. So verabschiedete der US-Kongress vor einigen Jahren eine Reihe spezieller Änderungen, die es den Pentagon-Spezialisten verbieten, neonazistische paramilitärische Einheiten auszubilden. Wie sich jedoch herausstellte, hindert das die westlichen Ausbilder nicht daran, das Personal der berüchtigten Asow-Sondereinheit zu trainieren.

Asow-Chef Andrej Bilezki äußerte sich selbst mehrmals über die Ziele seiner Gruppe, nämlich „einen Kreuzzug der weißen Rasse gegen die von Semiten geführten Unmenschen anzuführen“.

Jetzt werden die militärischen Ausbilder, die die ukrainischen Extremisten trainieren, als Vertreter verschiedener westlicher privater Militärfirmen vorgestellt. Mit Asow kooperieren Strukturen wie European Security Academy (ESA). Zudem stellten Asow-Vertreter der ESA sogar eine Dankesurkunde aus: „Die Kämpfer und das Kommando des Sonder-Regiments Asow drücken den Ausbildern der European Security Academy-Ukraine ihre besondere Dankbarkeit für die Hilfe beim Schutz des ukrainischen Staates aus.“

Dabei arbeiten die ESA-Ausbilder mit der Asow-Einheit seit 2015 zusammen. Die Mitglieder des Bataillons berichteten auf ihrer Webseite, dass sie für die Aufgaben eines Krieges gegen einen starken und erfahrenen Gegner ausgebildet werden.

„ESA-Instrukteure entwickelten ein Ausbildungsprogramm unmittelbar für den Krieg, mit dem wir konfrontiert sind. Da der Gegner bei uns nicht einfach ist und große Erfahrung und Kraft hat, müssen wir uns an seine Taktik anpassen und noch effektiver werden. Der Charakter der Handlungen des Gegners unterscheidet sich an verschiedenen Frontabschnitten, weshalb unsere Einheiten zu jeder Änderung der Situation bereit sein sollten.“

Es handelt sich also nicht nur um den Krieg gegen die Volksrepubliken, sondern auch gegen Russland. Denn wenn man die Stärke der ukrainischen Truppen und der Truppen der Volksrepubliken vergleicht, sind Letztere kein stärkerer Gegner.

Bemerkenswert ist, dass die Verbindung der Asow-Einheit und der westlichen privaten Militärfirmen von Bellingcat-Bloggern enthüllt wurde. Die Blogger sammeln „Fotos aus offenen Quellen“ und machen auf ihrer Grundlage mitunter seltsam anmutende Entdeckungen. Beispielsweise, dass die russische Seite ständig das Zentrum der Ukraine unter Artilleriefeuer nimmt.

Bei Bellingcat handelt es sich um Personen, die äußerst negativ zum russischen Staat eingestellt sind und in diesen Jahren in der Ukraine-Frage eng mit den Regierungsstrukturen der USA zusammenarbeiteten. Die Ergebnisse waren aber sehr zweifelhaft.

Doch nun versucht Bellingcat gegen neonazistische bewaffnete Gebilde in der Ukraine sowie gegen westliche private Militärfirmen vorzugehen.

Allerdings es ist seit langem kein Geheimnis mehr, dass die Ukrainer von amerikanischen und europäischen Spezialisten ausgebildet werden.

Anfang März stellte sich heraus, dass Tausende ukrainische Soldaten unter Leitung von Militärausbildern aus den USA, Litauen, Großbritannien und Kanada auf dem geheimen Gelände Jaworow im Gebiet Lwow ausgebildet werden. Das Gelände gibt es seit 2015, in dieser Zeit wurden dort mehr als 6000 ukrainische Soldaten geschult. Dabei ist dort ständig eine Einheit aus 200 amerikanischen und 250 kanadischen Militärausbildern stationiert.

Einige Monate später, am 25. Juli, begannen Spezialisten der US-Marine mit dem Bau eines Übungs-Stützpunktes in Otschakow , 130 Kilometer von der Krim entfernt. Natürlich wird offiziell berichtet, dass diese Basis anschließend an das Militär der Ukraine übergeben wird. Doch interessant sind die Details bei dieser Angelegenheit. Die Ukraine verfügt kaum über eine so große Flotte, dass ein weiterer Stützpunkt erforderlich sein würde. In diesem Zusammenhang gibt es Gerüchte, denen zufolge das neue Gelände und der Hafen von Kriegsschiffen der Nato genutzt werden könnten. Zudem kann dieser Stützpunkt auch zur Ausbildung der Ukrainer dienen.

Auf der Webseite des Projekts Politonline.ru tauchte bereits 2015 ein Artikel auf, wo ausführlich der Umfang und die Kosten der Ausbildung der ukrainischen Militärs durch ausländische Spezialisten beschrieben werden. „Sechs Monate wird die Ausbildung der ukrainischen Militärs durch US-Instrukteure dauern. In dieser Zeit muss die Regierung der Ukraine 19 Millionen Dollar zahlen, damit 705 ukrainischen Soldaten der Umgang mit Gewehren, Funkgeräten für verschlüsselte Gespräche und das Aufbrechen verschlossener Türe beigebracht wird“, hieß es.

Im Ganzen ist in Bezug auf die Ukraine alles bereits seit 2014 klar. Interessant ist etwas anderes: Länder, die als Stütze der Demokratie und menschlichen Werte gelten, führen gegen Russland einen Stellvertreterkrieg, ohne das besonders zu verheimlichen. Denn die Asow-Einheit sowie andere militärische Einheiten wollen nach der Eroberung des Donezbeckens mit Russland weitermachen. An die friedlichen Einwohner von Donezk und Lugansk, die regelmäßig unter dem Feuer der ukrainischen Militärs ums Leben kommen, erinnert sich niemand. Menschliche Werte nach westlicher Lesart.

Auf der anderen Seite ist sehr interessant, wie die Reaktion der „westlichen Partner“ auf die Bellingcat-Recherche aussehen wird. Zuvor hatten sie behauptet, dass alles, was die Blogger berichten, die reine Wahrheit und Anlass für weitere Sanktionen gegen Russland sei. Wie die jetzige Reaktion ausfällt – das ist eine sehr wichtige Frage.

Experte: Kiew will mit fremden Händen „Hinterland“ im Donbass sichern

Der russische Politologe von der Moskauer Higher School of Economics Andrej Susdalzew hat am Dienstag in einem Gespräch mit Sputnik die Äußerungen des ukrainischen Außenministers Pawel Klimkin über eine mögliche Einrichtung von Nato-Stützpunkten im Land kommentiert.

Laut dem Experten strebt Kiew an, sich mit fremden Händen das „Hinterland“ im Donbass zu sichern und die Kontrolle über das Territorium zurückzugewinnen.

Zugleich betonte Klimkin, eine militärische Lösung des Problems des Donbass und der Krim stehe nicht auf der Tagesordnung der ukrainischen Staatsführung, da die ukrainische Armee zur direkten Konfrontation nicht bereit sei.

„Dennoch denken sie (die Staatsführung – Anm. d. Red.), wenn eine Nato-Basis oder sogar mehrere auf ukrainischem Staatsgebiet stationiert werden, wird dies ihre Sicherheit gewährleisten und helfen, Truppen in den Donbass zu verlegen. Das heißt, dass sie ihren ‚Rücken‘ mit fremden Händen sichern wollen. Gerade darin bestand die Idee zur Entsendung von Friedensstiftern, um mit ihren Händen den Donbass wieder unter Kontrolle zu bringen“, betonte der Experte.

Am Montag hatte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko einen Gesetzentwurf zur Novellierung der Verfassung der Werchowna Rada vorgelegt. Das Dokument soll Kiews Kurs auf die EU und die Nato verankern. Dabei soll Poroschenko vorgeschlagen haben, den Satz über die Stationierung der Schwarzmeer-Flotte aus der Verfassung zu streichen.

Wie Klimkin erklärte, könne über eine mögliche Einrichtung von Nato-Basen in der Ukraine unmittelbar vor dem Beitritt des Landes zur Allianz entschieden werden. Vorher müssen die ukrainischen Behörden laut dem Außenminister Änderungen in der Verfassung erwirken.

Im Januar 2015 hatte die Werchowna Rada (ukrainisches Parlament) ein Gesetz über die Reintegration des Donbass beschlossen, in dem Russland als „Aggressor-Land“ bezeichnet wird. Kiew wirft Moskau konsequent die Einmischung in die Angelegenheiten der Ukraine vor. Russland weist dies zurück und bezeichnet derartige Anschuldigungen als inakzeptabel. Moskau erklärte mehrmals, dass es an der politischen und wirtschaftlichen Überwindung der Krise in der Ukraine interessiert sei.

Donezk: 12.000 Mann starkes ukrainisches Kontingent bereitet Offensive vor

Die Kiewer Machthaber haben im Raum von Mariupol am Asowschen Meer eine etwa 12.000 Mann starke Gruppierung aufgestellt und planen einen Angriff auf die Volksrepublik Donezk. Das erklärte der stellvertretende Oberbefehlshaber der Donezker Volkswehr, Eduard Bassurin, am Dienstag in Donezk.

Zudem habe Kiew schwere Geschütze näher zur Trennlinie im Raum der Siedlung Rosowka verlegt.

„Aufgrund nachrichtendienstlicher Daten wird klar, dass bei Mariupol ein Angriffstrupp des Gegners aufgestellt wird… Dazu gehören Brigaden der Marineinfanterie, der Luftlandetruppen und der Artillerie. Die Gruppierung dürfte gegen Kominternowo, Schirokino, Nowoasowsk und einige andere Ortschaften im Süden der Donezker Volksrepublik eingesetzt werden.“

Darauf zielt Mord an Donezker Republikchef ab

Der Mordanschlag auf den Chef der selbsternannten Volksrepublik Donezk, Alexander Sachartschenko, zielt auf das Scheitern des Minsk-2-Abkommens zur Regelung des Donbass-Konfliktes ab. Diese Meinung äußerte der Abgeordnete des Volksrates (Parlaments) der Volksrepublik, Valeri Skorochodow, in einem Gespräch mit Sputnik.

„Viele meiner Kollegen sind sich darin einig, dass der politische Mord an dem Donezker Republikchef auf das Scheitern der Minsker Vereinbarungen gerichtet ist. Denn Alexander Sachartschenko hat seine Unterschrift unter diese Dokumente gesetzt. Er war an ihrer Umsetzung interessiert, was über die ukrainische Seite nicht gesagt werden kann“, so der Abgeordnete.

Dabei erinnerte er daran, dass Kiew den Austausch von Gefangengenen blockiere und die Vereinbarungen über einen Waffenstillstand sabotiere. Auch eine mögliche Auszahlung von Renten an die Donbass-Bewohner sei auf Eis gelegt worden.

„Daher ist die Ukraine darauf eingestellt, anstelle eines konstruktiven Dialogs Provokationen vorzunehmen, um die für Kiew unbequemen Minsker Abkommen zum Scheitern zu bringen. Die ukrainische Politik des Terrors wird aber nicht unbeantwortet bleiben“, fügte Skorochodow hinzu.

Am vergangenen Freitagabend war bei einer Explosion im Café „Separ“ im Zentrum von Donezk der Republikchef Alexander Sachartschenko ums Leben gekommen. Auch sein Leibwächter wurde getötet, und insgesamt elf Menschen wurden verletzt. Die Behörden der selbsternannten Volksrepublik und das russische Außenministerium stuften den Mord als Terrorangriff ein.

Laut Wladimir Putin ist der Anschlag ein Versuch, die gesamte Situation im Donbass zu destabilisieren, um „das Volk vom Donbass in die Knie zu zwingen“, doch werde das nicht funktionieren."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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