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The Week: Bei Waffengang gegen Russland droht nukleares Inferno

Archivmeldung vom 17.06.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.06.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Atombombe
Atombombe

Ein bewaffneter Zusammenstoß von Nato und Russland kann zu einem Atomkrieg eskalieren, schreibt Kyle Mizokami vom britischen Magazin „The Week“.

Die deutsche Ausgabe des russischen online Magazins "Sputnik" berichtet weiter: "Vor nicht allzu langer Zeit habe Michael Carpenter, stellvertretender Berater des US-amerikanischen Verteidigungsministers zu Russland, Ukraine und Eurasien, im US-Kongress über die möglichen Folgen eines militärischen Konflikts mit Russland referiert. Moskau könne der Nato eine blitzartige Niederlage versetzen und die baltischen Staaten innerhalb weniger Tage einnehmen, habe es in seinem Vortrag geheißen. Zu Russlands Vorteilen zähle nicht nur dessen Geografie, sondern auch die deutliche zahlenmäßige Überlegenheit der russischen Truppen: Das Land habe 46 Bataillone in der baltischen Region stationiert, denen auf der Seite der baltischen Staaten elf Bataillone gegenüberstünden, so Mizokami.

In der Theorie der Kriegsführung gelte ein Mannstärkeverhältnis von drei zu eins als hinreichender Grund zur Annahme eines militärischen Erfolgs, heißt es im Artikel. Momentan betrage dieses Verhältnis im baltischen Raum vier zu eins. Im Falle einer wirklichen militärischen Bedrohung würden die Nato-Länder lediglich acht zusätzliche Bataillone aufstellen können. Darüber hinaus plane die Nato vier weitere Panzer- und Infanteriebataillone an ihrer Ostgrenze zu stationieren.

Weiteren Anlass für Beunruhigung gebe dem Nato-Stabsquartier die Anfang 2014 gestartete umfangreiche Modernisierung der russischen Streitkräfte. Das Kernelement des Modernisierungsprogramms sei es, alte sowjetische Technik bis zum Jahr 2020 zu 70 Prozent durch neue Waffenmuster zu ersetzen. Besondere Aufmerksamkeit komme zudem der Truppenausbildung zu, betont Mizokami.

Die größte Bedrohung für die Nato bestehe jedoch nicht in einer möglichen Niederlage gegen Russland, sondern darin, dass der Konflikt sich zu einem vollumfänglichen Atomkrieg auswachsen könne, konstatiert der Autor. „Unter der Annahme, dass Russland Rückschläge auf dem Schlachtfeld erleidet, könnte Moskau taktische Atomwaffen einsetzen, was eine Eskalation des Konflikts nach sich ziehen würde“, resümiert Mizokami.

Putin: Russland will keinen neuen Kalten Krieg

Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich beim Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg gegen einen Kalten Krieg mit dem Westen ausgesprochen.

„Ich möchte nicht so denken, dass wir zu einem Kalten Krieg übergehen“, sagte Putin. „Ich bin überzeugt: Niemand will das. Wir wollen das auf keinen Fall.“

Ein Kalter Krieg sei nicht nötig, betonte der russische Staatschef. Wie dramatisch sich die internationalen Beziehungen auch entwickeln würden, sei die Logik dieser Entwicklung nicht von globaler Konfrontation getragen."

Quelle: Sputnik (Deutschland)