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Verdacht der Untreue: Zahlte Szekeres’ Ärztekammer 138 Mio. zu viel für Luxus-Immobilie?

Archivmeldung vom 23.02.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.02.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Grabenhof: PictureObelix, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 AT; Szekeres: SPÖ-Parlamentsklub/Kurt Prinz, Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0; Gold: Freepik; Collage: Wochenblick/Eigenes Werk
Bild: Grabenhof: PictureObelix, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 AT; Szekeres: SPÖ-Parlamentsklub/Kurt Prinz, Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0; Gold: Freepik; Collage: Wochenblick/Eigenes Werk

Für die enorme Summe von 327,5 Millionen Euro hat sich die Ärztekammer (ÄK) die Wiener Luxusimmobilie Grabenhof am Graben 14-15 unter den (damit vergoldeten) Nagel gerissen. Verkäufer war die Beamtenversicherung (ÖBV), wie Wochenblick berichtete.

Weiter berichtet das Magazin: "Auf die unter Szekeres zur Skandal-Kammer mutierte Ärztevertretung könnte nun das nächste Ungemach zukommen: Hat die ÄK das Objekt völlig überteuert gekauft? Der strafrechtlich relevante Verdacht der Untreue steht im Raum. Ein schlechter Zeitpunkt für Szekeres, denn am 19. März stehen auch die Ärztekammerwahlen in Wien an. In Tirol hat es bereits ein kleines Beben gegeben. Dort haben impfkritische Ärzte rund um Universitätsprofessor Dr. Hannes Strasser gleich drei Mandate erringen können. In Wien wird die MFG antreten…

Kaufvertrag von Szekeres persönlich unterzeichnet

Mit einem Kaufpreis: von satten 327,5 Mio. Euro ist der Immo-Deal einer der größten des Jahres 2021. Den Kaufvertrag, der der MFG laut Presseaussendung vorliegt, unterschrieb Kammerpräsident Thomas Szekeres angeblich höchstpersönlich. Der Skandal-Präsident hat nach den Wochenblick-Enthüllungen um die menschenverachtende Ärztegruppe (hier ein Überblick) auf Facebook nun kurz vor der Kammerwahl in Wien erneut mit negativen Schlagzeilen zu kämpfen. Ob ihm das womöglich seinen Präsidenten-Sessel kosten wird?

Um 138,5 Millionen Euro zu viel bezahlt?

Laut Recherchen einer Tageszeitung ist der aktuelle Verkehrswert der Luxus-Immobilie allerdings „nur“ mit 189 Mio. Euro in den Büchern der ÖBV vermerkt. Hat Szekeres‘ Ärztekammer also um 138,5 Mio. überteuert gekauft? Die Recherchen sollen auch zu Tage gefördert haben, dass eine große Immobilienstiftung bereits beim Preis von 200 Mio. Euro ausgestiegen ist. Es stellt sich also die Frage, warum die Ärztekammer trotzdem noch 127 Millionen mehr auf den Tisch legte.

MFG-Anwälte prüfen strafrechtliche Schritte

DDr. Christian Fiala von der impfkritischen Partei MFG (Menschen, Freiheit, Grundrechte) fordert nun dringend eine Aufklärung. Szekeres „soll das Verkehrswertgutachten offenlegen“ und falls die Vorwürfe stimmen, schlüssig erklären, „wieso die ÄK die Immobilie um EUR 127 Mio überzahlt hat.“

Ärztekammer finanzierte Luxusimmobilie mit Zwangsbeiträgen

Die Immobilie würde nur eine Rendite von 0,6% bringen, so Fiala. „Das ist weit unter der Inflation – sieht so ein vernünftiges Investment aus?“ hinterfragt er die Wirtschaftlichkeit des Millionen-Deals. Abgesehen davon sei der Kauf aus den Zwangsbeiträgen der Mitglieder finanziert worden, da die Immobilie aus Mitteln des sogenannten Wohlfahrtsfonds – einer zwangsweisen Zusatzversicherung für Ärzte – bezahlt wurde.

Verdacht der möglichen Untreue

„Ein denkmalgeschütztes Innenstadthaus von Otto Wagner mag zwar der Eitelkeit des Präsidenten schmeicheln; ob es aber ein gutes Investment im Interesse der Mitglieder der ÄK ist, ist eine völlige andere Frage“, stichelt Fiala in Richtung Szekeres und fordert diesen auf, eine Rechnungshof-Prüfung zu beantragen und deren „Ergebnisse auch zu veröffentlichen“. Denn in der Vergangenheit habe Misswirtschaft im Wohlfahrtsfonds Verluste von über 200 Millionen Euro verursacht.

Diese seien dann “den Mitgliedern aufgebürdet worden”. Der Rechnungshof habe deswegen 2011 harsche Kritik geübt, doch dieser brisante Bericht sei dann spurlos aus dem Web verschwunden (konnte aber sichergestellt werden). Die MFG-Anwälte prüfen ein strafrechtliches Vorgehen wegen des Verdachts der möglichen Untreue.

Weiters fordert die MFG die Umwandlung des Zwangssystems Wohlfahrtsfonds in eine freiwillige Versicherung. Bereits eingezahlte Beträge sollen dabei gesichert werden. „Wir ÄrztInnen brauchen keine Bevormundung und keine intransparente Zusatzversicherung. Wir wollen selbst für unsere Zukunft vorsorgen.” Ferner müsse die Ärztekammer die Anbiederung an die Politik auf Kosten der Ärzte und Patienten beenden.

Ärztekammerwahlen: Erfolg für Ärzteliste in Tirol – Ähnliches bald auch in Wien?

Auch die vielen Disziplinar-Verfahren gegen die eigenen Mitglieder, weil sie eine andere Meinung als Szekeres haben, müssten aufhören. Man fordere eine Ärztekammer, die die Interessen der Ärzte und Patienten wirklich vertritt, kritisierte Dr. Edgar Hagenbichler von der MFG-Ärzteliste das derzeitige Vorgehen der Kammer unter Szekeres. Die „MFG Liste Christian Fiala“ wird bei der Wiener Ärztekammerwahl am 19.3.22 antreten.

Gleich drei Mandate für “Freie Ärzte Tirol”

Womöglich wird es auch bei dieser Wahl einen Knalleffekt, wie in Tirol geben. Denn bei der dortigen Ärztekammerwahl am 22. Februar konnte Universitätsprofessor Dr. Hannes Strasser und sein Team der „Freien Ärzte Tirol“ auf Anhieb drei Mandate bei der Ärztekammer-Wahl einfahren! Er verfasste gemeinsam mit dem Tiroler Nationalratsabgeordneten Mag. Gerald Hauser (FPÖ) den Bestseller „Raus aus dem Corona-Chaos“. Auch er kämpft gemeinsam mit seinen kritischen Kollegen für eine evidenzbasierte Behandlung der Patienten.

Quelle: Wochenblick

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