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Havarie der "Costa Concordia": Sechstes Todesopfer entdeckt

Archivmeldung vom 16.01.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.01.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Die auf Grund liegende Costa Concordia. Bild: Rvongher / wikipedia.org
Die auf Grund liegende Costa Concordia. Bild: Rvongher / wikipedia.org

Nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" vor der Küste Italiens haben Rettungskräfte ein sechstes Todesopfer entdeckt. Das berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Bei dem Toten handele es sich um einen Passagier, der sich auf dem zweiten Deck befunden und eine Schwimmweste getragen habe. Mindestens 14 Menschen werden nach dem Unglück noch vermisst.

Nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" vor der Küste Italiens gelten mindestens sieben Deutsche weiterhin als vermisst. Wie die Polizei mitteilte, handelt es sich dabei um ein Ehepaar aus dem hessischen Mühlheim am Main, zwei Schwestern aus Offenbach und einen Mann aus Maintal. Zudem werden noch zwei Frauen aus Baden-Württemberg vermisst.

Unterdessen werden schwere Vorwürfe gegen den Kapitän erhoben. "Es scheint, dass der Kommandant Beurteilungsfehler gemacht hat, die schwerste Folgen gehabt haben", hieß es in einer Stellungnahme der Reederei "Costa Crociere". Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Kapitän, der derzeit in Untersuchungshaft sitzt, wegen fahrlässiger Tötung, Verursachung eines Schiffbruchs und wegen des Verlassens des Schiffs vor anderen. Laut der italienischen Küstenwache sei der Schiffskommandant bereits zu einem Zeitpunkt an Land gesehen worden, als die Evakuierung der "Costa Concordia" noch in vollem Gange gewesen sei. Der Kapitän sei anscheinend nicht den in der Notsituation üblichen Regeln gefolgt, erklärte die Reederei "Costa Crociere". Der leitende Staatsanwalt erklärte nach einer ersten Analyse der Blackbox des Schiffes, dass dieses zum Zeitpunkt des Unglücks nur 150 Meter vom Ufer entfernt gewesen sei. Zusätzlich zu diesem riskanten Manöver habe der Kapitän erst 58 Minuten nachdem das Schiff einen Felsen gerammt hat die Küstenwache alarmiert.

Ob auch Deutsche unter den Opfern sind, ist nach wie vor unklar. Wie eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes mitteilte, sind unter den deutschen Passagieren noch einige ungeklärte Fälle. Dabei könne es sich unter anderem um Personen handeln, die kein Telefon hätten oder nach dem Unglück verwirrt seien.

Taucher durchkämmen den Schiffsrumpf Kabine für Kabine während Apinkletterer den noch nicht gefluteten Teil des Wracks durchsuchen. "Die Suche nach Überlebenden auf dem Schiff ist angesichts des möglichen Untergangs eine riskante Operation", sagte ein Sprecher der Küstenwache. Das Kreuzfahrtschiff befinde sich derzeit an einer 30 Meter tiefen Stelle, könnte in tieferes Gewässer abrutschen und vollständig sinken.

Nach Angaben der Kreuzfahrtgesellschaft seien mehr als 560 deutsche Passagiere noch am Samstagabend in ihre Heimat geflogen worden. "Wir haben die Privatsphäre der Leute gewahrt und viele auf Wunsch abgeschirmt aus den Airports bringen lassen. Die wollten einfach nur nach Hause", sagte Costa-Sprecher Werner Claasen.

Das Kreuzfahrtschiff war am Freitagabend mit mehr als 4.000 Menschen an Bord auf Grund gelaufen und gekentert.

Venedig will Kreuzfahrtschiffe verbannen

Wegen der Abgase und der Wasserverschmutzung will Venedig die immer zahlreicheren Kreuzfahrtschiffe aus der Stadt verbannen. Die Bürgerinitiative "Komitee gegen Kreuzfahrtschiffe", die bereits mehrere Protestaktionen organisiert hat, fordert deshalb dem Nachrichtenmagazin "Focus" zufolge, für die Riesenschiffe eine Anlegestelle im Meer zu bauen. Das Hafenamt, das bei der Offshore-Lösung logistische Probleme beim Transport der jährlich rund 1,6 Millionen Kreuzschiff-Touristen befürchtet, bietet lediglich eine kleinere Lösung an: Sie will die Stromversorgung der jetzigen Anlegestellen modernisieren, damit die Schiffsmotoren nicht mehr Tag und Nacht laufen müssen. Zudem sollen die Vorschriften für die Treibstoffqualität verschärft werden. Im vergangenen Jahr ankerten in der Lagunenstadt 653 schwimmende Hotels. 2005 waren es noch 405.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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