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Rauschgifthandel, Terrornetzwerke und das Weltfinanzsystem

Archivmeldung vom 07.02.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.02.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Grafik: BüSo / politaia.org
Grafik: BüSo / politaia.org

In einem bemerkenswerten Interview mit der spanischsprachigen Ausgabe von Russia Today am 17.1. ging der russische Anti-Drogenbeauftragte Viktor Iwanow erneut auf die Rolle von Rauschgiftgeldströmen für internationale Großbanken ein. Iwanow hat sich auch mehrfach für die Rückkehr zum Glass-Steagall-Gesetz von Franklin D. Roosevelt ausgesprochen, das diesem Treiben ein Ende bereiten würde.

Auf BüSo erschien am 6. Februar 2013 dieser Artikel: "In seinen jüngsten Äußerungen sagte Iwanow jetzt: „…es muß leider gesagt werden, daß einer der größten Nutznießer [des Drogenhandels] das Weltfinanzsystem ist. Da die jährlich im Drogenhandel erzielten Geldmengen auf 500 bis 800 Mrd.$ geschätzt werden, erübrigt es sich wohl zu sagen, daß diese Milliarden Dollar nicht unter dem Kopfkissen aufbewahrt werden, sondern Teil des Finanzsystems sind: Sie werden legalisiert, gewaschen und verursachen enormen Schaden für die Volkswirtschaft.“

Iwanow wies ferner auf die Rolle des Drogenhandels bei der Verbreitung des terroristischen Krieges in Nordafrika hin: „In jüngster Zeit herrscht die Tendenz, bedeutende Mengen an Drogen durch die Länder Westafrikas nach Europa zu transportieren. In den vergangenen fünf Jahren wuchs der Kokainmarkt in Europa ungefähr um das doppelte bis vierfache an; das heißt, es gab eine gigantische Umverteilung des Geldflusses.“ Die Drogenhändler seien schwer bewaffnet, mit Panzerfäusten, Hubschraubern und sogar Raketen.

Iwanow widersprach der Behauptung, Drogen seien hauptsächlich ein Gesundheitsproblem, was das klassische Argument der Legalisierungsbefürworter ist. Natürlich gebe es Drogenabhängige, sagte er, doch „es gibt finanzielle Nachfrage und finanzielle Nachfrage wird von den stabilen Profiten der Kartelle diktiert… Das heißt, es gibt auch die Nachfrage des Weltbankensystems, das sich auch daran gewöhnt hat, verläßlich diese Subventionen im Gesamtbetrag von ungefähr 800 Mrd.$ zu erhalten.“ Hinter der Legalisierungskampagne stünden „mächtige Finanzgruppen“. Bezüglich der Referenden zur Legalisierung von Marihuana in den USA „haben meine amerikanischen Kollegen direkt gesagt, daß hinter dieser Tatsache große Finanziers stehen, darunter einige sehr bekannte, die derartige Bewegungen finanzieren.“ Iwanow nannte George Soros nicht namentlich, doch ist dieser allgemein als großer finanzieller Unterstützer der Legalisierungskampagnen bekannt.

Ein weiterer Aspekt kommt dazu, der zeigt, wie scheinheilig der angebliche Krieg gegen Terrorismus ist: Laut iranischen Aussagen hat sich die Rauschgiftproduktion in Afghanistan seit der US-geführten Invasion 2001 vervierzigfacht und ist heute weltweit Nr. 1. Wie die iranische Nachrichtenagentur Fars am 5.2. berichtete, machte der Chef der iranischen Rauschgiftbekämpfungsabteilung der Polizei,General Ali Moayyedi, bei seinem Treffen mit dem Leiter der Antidrogen-Agentur von Tadschikistan in Teheran erneut die NATO für den massiven Anstieg der Rauschgiftproduktion in Afghanistan verantwortlich. Ihre Präsenz habe nicht “nur nichts zur Kampagne gegen Drogen beigetragen, sondern ganz im Gegenteil die Herstellung von Rauschgift vervielfacht,” sagte er. Beide Länder versuchten, ihre Zusammenarbeit zu vertiefen. Der Iran hat 89% aller Zugriffe gegen den weltweiten Opiumhandel zu verzeichnen und ist damit zum führenden Land im Einsatz gegen Rauschgift geworden."

Quelle: BüSo und politaia.org

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