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Kenias Dörfer profitieren durch bedingungsloses Grundeinkommen

Archivmeldung vom 13.02.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.02.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Gute-nachrichten.com.de /  Beks on Unsplash
Bild: Gute-nachrichten.com.de / Beks on Unsplash

"Vor elf Jahren gründeten Wirtschaftswissenschaftler die Organisation Give Directly. Diese Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, der Bevölkerung in den armen Regionen Afrikas zu helfen und gleichzeitig zu untersuchen, wie sich die Hilfe wirtschaftlich auswirkt. Dass Prinzip war denkbar einfach. Ein ausgesuchter Personenkreis erhielt ganz ohne Auflagen Geld." Dies berichtet das Portal "Gute Nachrichten" unter Bezug auf einen Bericht des österreichischen Magazins "Kontraste".

Weiter berichtet das Magazin: "Man vertraute den Geldempfängern, dass sie dieses Geld sinnvoll verwenden würden. Die Spender sollten Recht behalten. Die lokale Wirtschaft wuchs und es ging allen im Dorf besser, und zwar auch jenen, die kein Geld erhalten hatten. Diese Studie wurde in Kenia im Siaya County durchgeführt, das in der Nähe des Victoriasees liegt.

Wie wurde die Verteilung des Geldes durchgeführt?

Man verteilte jeweils 1.000 Dollar an insgesamt 10.500 Haushalte, und zwar in acht Raten. Man hat also insgesamt mehr 10 Millionen Dollar verteilt, ohne Auflagen. Voraussetzung für die Spende war, dass der Empfänger in einem Haus mit Strohdach lebte, denn so konnte man am leichtesten erkennen, wer zu den ärmsten im Dorf gehörte. Ein Metalldach gilt in Kenia als Zeichen eines wenn auch bescheidenen Wohlstandes.

Und tatsächlich war der Umbau der Hütten vom Stroh- zum Metalldach das auffälligste Zeichen. Das waren aber nur die Äußerlichkeiten. Die 10 Millionen Dollar führten zu einem wahren Wirtschaftswunder, denn jeder investierte Dollar ließ das Bruttosozialprodukt im Dorf um 2.6 Dollar wachsen. Aus einem Dollar wurde also die 2,6-fache Wertschöpfung erzielt.

Nur zum besseren Verständnis: Das Programm entsprach 15 Prozent der regionalen Wirtschaftsleistung. Das entspricht dem Dreifachen des Konjunkturpakets, das Obama seinerzeit zur Bekämpfung der Bankenkrise im Jahr 2008 auf die Beine stellte.

Trotz des Geldregens blieb die Inflationsrate mit 0,1 Prozent äußerst niedrig. Das hat damit zu tun, dass die einheimische Wirtschaft noch große ungenützte Kapazitäten hat.

Wie ging es den Menschen, die keine 1.000 Dollar erhalten hatten?

Die Befürchtungen, dass es zu Eifersucht und sozialen Druck kommen würde, waren unnötig, denn alle Bewohner der Region profitierten davon. Ach in diesen Haushalten steigen die Einkommen und die Ersparnisse und auch diese konnten, ähnlich wie die Spendenempfänger, im Durchschnitt 334 Dollar mehr ausgeben.

Die Erklärung ist einleuchtend: Die ärmsten erhielten die 1.000 Dollar. Sie ließen sich ein neues Dach aus Metall machen und sie kauften bessere Möbel. Dadurch stieg die Auftragslage der Handwerker vor Ort und diese erhöhten so ihren Umsatz und ihren Gewinn und konnten zum Beispiel in ein Restaurant zum Essen gehen, was wiederum die Gastronomie belebte, usw., usw.

GiveDirectly ist somit das absolute Kontrastprogramm zur klassischen Entwicklungshilfe, wo seit Jahrzehnten Milliarden ausgegeben wurden, die in dunklen Kanälen verschwanden und nur minimale Besserungen in den bedachten Staaten für die Bevölkerung brachten.

Geld den Bedürftigen geben, ja, aber nicht Abermillionen in die falschen Hände geben, ohne zu prüfen, was mit den Geldern passiert."

Datenbasis: kontrast.at

Quelle: Gute-Nachrichten.com.de

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