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Cyber-Krieg: „Hacker-Gruppen als Reserve der US-Armee“

Archivmeldung vom 22.02.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.02.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Stimme Russlands - bbcworldservice / flickr.com
Bild: Stimme Russlands - bbcworldservice / flickr.com

China kontert vehement amerikanische Vorwürfe, wonach Cyber-Attacken gegen die US-Industrie aus Shanghai ausgegangen sein sollen. Nach dem Außen- meldet sich nun auch das Verteidigungsministerium in Peking zu Wort. Das berichtet Radio "Stimme Russlands".

Bei Radio "Stimme Russlands" heißt es weiter: "Die Vorwürfe der amerikanischen Sicherheitsfirma Mandiant, wonach eine in Schanghai stationierte Militäreinheit Angriffe auf viele US-Industriezweige verübt habe, scheint die Regierung in Peking schwer irritiert zu haben: Am Donnerstag veröffentlichte die chinesische Parteizeitung „Renmin Ribao“ gleich mehrere Beiträge, die die Haltlosigkeit dieser Vorwürfe beweisen sollen.

Die Zeitung zitierte den chinesischen Militärsprecher Geng Yansheng mit den Worten, Hacker-Angriffe seien in China gesetzlich verboten und die Regierung in Peking gehe dagegen entschlossen vor. Die amerikanische Behauptung, dass die Attacken auf eine chinesische IP-Adresse zurückzuführen sei, hält Geng für kein überzeugendes Argument.

„Erstens ist es allgemein bekannt, dass Hacker fremde IP-Adresse nutzen, um ihre Angriffe zu verüben. Das geschieht jeden Tag. Zweitens gibt es in der Welt vorerst keine deutliche und allgemein akzeptierte Definition für einen Cyber-Angriff. Der amerikanische Bericht entbehrt jeder rechtlichen Grundlage für diesen Vorwurf der Cyber-Spionage. Drittens sind Cyber-Attacken transnational, anonym und trügerisch. Deswegen lassen sich ihre Quellen schwer identifizieren. Die Weiterverbreitung verantwortungsloser Informationen trägt keineswegs zu einer Lösung des Problems bei“, so Geng.

China sieht sich als Opfer

Auch Hong Lei, Sprecher des chinesischen Außenministeriums, brandmarkte amerikanische Vorwürfe als verantwortungslos und unprofessionell. „Cyber-Angriffe sind ein globales Problem, das durch konstruktive internationale Kooperation gelöst werden soll, und zwar auf Basis des gegenseitigen Vertrauens“, so Hong. Auch mit den USA stehe China in Kontakt, um sich mit dem Problem auseinanderzusetzen.

China rufe die internationale Gemeinschaft auf, allgemeine Normen in Sachen IT-Sicherheit auszuarbeiten, so Hong weiter: „China ist eines der besonders schwer betroffenen Opfer von Cyber-Angriffen. Uns liegen Beweise dafür vor, dass Hacker-Attacken gegen China am öftesten aus den USA ausgehen“.

„Hacker in US-Armee“

In einem Kommentar, den die Zeitung in diesem Zusammenhang veröffentlichte, heißt es: „Gibt es Hacker in der US-Armee? Die Antwort ist natürlich positiv. Bereits im Jahr haben Spitzenvertreter des United States Strategic Command bei einer Senats-Anhörung die Existenz einer Hacker-Struktur eingeräumt, die als Joint Functional Component Command – Network Warfare (JFCC-NW) bezeichnet wird (…). Das JFCC-NW ist offiziell für die Netz-Sicherheit des US-Verteidigungsministeriums zuständig. Diese Einheit soll aber auch Angriffe auf streng geheime Objekte im Netz übernehmen“.

„Die US-Armee nutzt die Tatsache, dass die USA in Sachen Netz-Technologien praktisch ein Monopolist sind. Die Kapazitäten des Landes in Bezug auf Cyber-Angriffe sind zweifelsohne am stärksten. Und eine Vielzahl von Hacker-Gruppen wie LulzSec und Anonymous, die illegale Aktivitäten betreiben, bilden eine stabile ‚Hacker-Reserve‘ für die US-Streitkräfte. In der Welt, wo der Einfluss des Internets immer zunimmt, ist eine Kooperation der US-Armee mit Hackern nureine Frage der Zeit“, so der chinesische Kommentar.

Quelle: „Stimme Russlands"

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