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Putin: Mit Ausbau der Raketenabwehr in Europa erschüttern USA das Sicherheitssystem

Archivmeldung vom 13.05.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.05.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Wladimir Putin (2015)
Wladimir Putin (2015)

Foto: Kremlin.ru
Lizenz: CC BY 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Stationierung des US-Raketenabwehrsystems in Europa ist keine Schutzmaßnahme, sondern ein weiterer Schritt zur Erschütterung des internationalen Sicherheitssystems und zur Aktivierung des neuen Wettrüstens, wie der russische Präsident Wladimir Putin in einer Beratung zur Entwicklung der Militärbranche in Russland sagte. Dass schreibt das russische online Magazin "Sputnik".

Weiter heißt es auf deren deutschen Webseite: "„Sie können mittels Möglichkeiten in internationalen Medien noch Menschen im Westen in Bezug darüber irreführen, dass dies (die Raketenabwehr – Anm. d. Red.) Russland nicht bedrohe oder dass es ausschließlich Verteidigungssysteme seien. Doch hier, die an dieser Sitzung teilnehmende Personen kann keiner mehr in die Irre führen“, sagte Putin.

Dem Staatschef zufolge sind es keine Verteidigungssysteme, sondern „ein Teil des strategischen Nuklearpotentials der USA, der an die Peripherie verlegt wird.“

Unter Peripherie sei Osteuropa zu verstehen. Wenn zuvor die Menschen in diesen Ländern ruhig und sicher lebten, dann sollten sie sich nun im Klaren sein, dass „Russland gezwungen ist, über eine Eindämmung der Bedrohungen für seine Sicherheit nachzudenken“. Daran hätten die Personen denken sollen, die die Entscheidung getroffen hatten, die US-Raketenabwehr im eigenen Land zu stationieren, so Putin.

Derartige Schritte seitens der USA bezeichnete Putin als eine offensichtliche Verletzung der Vereinbarung über die Mittel- und Kurzstreckenraketen, da die Startanlagen, die in Rumänien und Polen stationiert werden, auch für diese Raketen eingesetzt werden können.

„Die jüngsten Ereignisse zeugen auch davon, dass die Situation nicht besser wird. Leider wird sie durch die Inbetriebnahme der Radaranlagen in Rumänien als eines Elements des ausbaufähigen Systems der US-Raketenabwehr noch schlimmer“, sagte Putin weiter.

Alle Vorschläge seitens Russlands über die Zusammenarbeit mit den USA im Bereich der Raketenabwehr seien faktisch verworfen worden, so der russische Präsident. Putin unterstrich, dass die Nato den Ausbau der Raketenabwehr trotz der fehlenden Atomgefahr aus dem Iran weiter fortsetze.

„Noch vor einigen Jahren behaupteten all unsere Opponenten einstimmig, dass unsere Partner im Westen, in Europa, in den USA das Raketenabwehrsystem brauchen, um der Nukleargefahr, die vom Iran ausgehe, zu widerstehen. Wo ist jetzt diese Gefahr? Die gibt es nicht. Der Ausbau der Raketenabwehr wird jedoch fortgesetzt“, schloss Putin.

Skandinaviens größte Gefahr: Washington tischt Russland als Bedrohung auf

Bei einem Abendessen will US-Präsident Barack Obama mit den Staats- und Regierungschefs skandinavischer Länder Maßnahmen gegen Russland besprechen, wie der TV-Sender „RT“ berichtet.

Der US-Präsident wolle seine ranghohen Gäste aus Dänemark, Schweden, Finnland, Norwegen und Island mit skandinavischen Delikatessen und Lieblingsgerichten der US-Amerikaner verwöhnen. Heute finde in den Vereinigten Staaten der erste Skandinavien-Gipfel der US-Geschichte statt.

Veranstaltet wird das festliche Dinner im Weißen Haus in Washington – der eigens dafür hergerichtete Speisesaal greife die Thematik des Polarlichts auf. Der Hauptgang: Tunfisch mit frischen Salatblättern aus dem Garten des Präsidenten. Als Dessert werde ein handbemaltes Schoko-Boot serviert.

Einige Experten scherzten jedoch, als Hauptspeise werde den Gästen im Weißen Haus nicht der Fisch, sondern Russland aufgetischt. Schließlich werde es den Ländern Nordeuropas als deren größte Bedrohung dargestellt.

Zudem planten die Gipfelteilnehmer humanitäre und umweltpolitische Fragen im Rahmen der Friedenspolitik zu erörtern. Hintergrund des Treffens sei die Aufstockung des Militärpotentials der skandinavischen Länder mit Unterstützung der Nato, heißt es im TV-Beitrag.

Putin: Russland lässt sich in kein neues Wettrüsten hineinziehen

Russland wird trotz einer weiteren Stationierung von US-Militärausrüstung in Europa und Osteuropa nicht an einem Wettrüsten teilnehmen, wie Präsident Wladimir Putin in einer Beratung zur Entwicklung der Militärbranche in Russland sagte.

„Wir werden uns in dieses Wettrüsten nicht hineinziehen lassen. Wir werden unseren Weg gehen, sehr ordentlich arbeiten, ohne dabei über die Finanzierungspläne bei der Neuausrüstung von Armee und Flotte hinauszugehen, die vor einigen Jahren aufgestellt wurden“, sagte Putin. „Wir werden aber unsere Pläne anpassen, um die für Russland entstehenden Gefahren einzudämmen“.

Dabei sprach Putin von der jüngsten Stationierung von US-Raketenabwehrsystemen im Mittelmeer, in Rumänien und Polen, die „zusätzliche Schritte zur Erschütterung des internationalen Sicherheitssystems und zum Start eines neuen Wettrüstens“ seien."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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