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Journalist Engdahl kritisiert niederländischen Bericht zu Boeing-Absturz

Archivmeldung vom 10.09.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.09.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Die verunglückte Maschine, des Flugs MH 17 im Jahr 2011 auf dem Flughafen von Rom
Die verunglückte Maschine, des Flugs MH 17 im Jahr 2011 auf dem Flughafen von Rom

Foto: russavia
Lizenz: CC-BY-SA-2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Radio "Stimme Russlands" meldet unter Berufung auf die Nachrichtenagentur RIA Novosti, dass der von den Niederlanden erstellte Zwischenbericht zum Absturz einer malaysischen Boeing-Passagiermaschine über der Ostukraine nach Expertenansicht keinerlei Substanz enthält. „Dieser Bericht lässt alle Fragen noch für ein Jahr unbeantwortet“, kritisierte der deutsch-amerikanische Publizist und Wirtschaftsjournalist Frederick William Engdahl am Dienstag in Washington.

Weiter heißt es: "„Der Bericht sagt uns nichts, weil darin keine Daten enthalten sind, die etwas belegen. Es entsteht der Eindruck, dass das Papier nur veröffentlicht wurde, um mitzuteilen, dass der ausführliche Bericht erst in einem Jahr publik gemacht wird. Dieser Zwischenbericht hat weder für die Konfliktseiten noch für die Familien einen Wert, deren Angehörige an Bord der verunglückten Maschine waren“, sagte Engdahl.

Beobachter seien von den Kiewer Behörden und den nicht regulären Truppen der sogenannten Nationalgarde daran gehindert worden, den Absturzort der Boeing zu besichtigen, weil die Gegend von der ukrainischen Seite dauernd beschossen worden sei. „Sie (die Experten) konnten nicht näher kommen. Wenn die Kiewer Regierung an einer wahrheitsgetreuen Analyse tatsächlich interessiert gewesen wäre, hätte sie das Feuer eingestellt und den Beobachtern freien Zugang (zur Absturzstelle) gewährleistet. Dagegen stellten die Volksmilizen die beiden Flugschreiber den malaysischen Behörden gerne zur Verfügung.“

Engdahl zufolge hätten wichtige Indizien bei den interessierten Seiten eingezogen werden sollen, damit eine wahrhaft unabhängige Expertenkommission sie und alle anderen Beweise an der Absturzstelle hätte untersuchen können. Zudem sollen alle Daten zum Flugverkehr über dem Territorium der Ukraine und zur konkreten Fluglinie veröffentlicht werden. "Solange dies nicht getan ist, wird es unmöglich sein, irgendwelche Schlüsse zu ziehen“, bemängelte der Publizist.

Obama wird aufgefordert, die Umstände der Boeing-Katastrophe untersuchen zu lassen

Der ehemalige FBI-Agent und Enthüller Coleen Rowley sowie eine Reihe von Fachleuten auf dem Gebiet der Analyse von Aufklärungsdaten haben eine Petition an USA-Präsident Barack Obama mit dem Ersuchen unterzeichnet, eine umfassendere unabhängige Untersuchung der sozialpolitischen Umstände des Absturzes der malaysischen Boeing im Osten der Ukraine vornehmen zu lassen.

Rowleys Worten zufolge ist die Theorie darüber, dass die Boeing von einer Rakete abgeschossen wurde, noch nicht bewiesen.

Zugleich erklärte der Ex-Chef des Generalstabes der Streitkräfte Italiens, General Vincenzo Camporini, dass er die Angaben des am Vortag veröffentlichten Berichtes der Niederlande über die Katastrophe des Liners für glaubwürdig halte.

„Diese Angaben belegen, dass das Flugzeug von einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen wurde“, sagte Camporini.

Ukraine hat keine einzige Frage Russlands zur Boeing-Katastrophe beantwortet

Die Ukraine hat bisher keine einzige Frage des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation beantwortet, die die Katastrophe der malaysischen Boeing betreffen, teilte heute der Verteidigungsminister Russlands, Sergej Schoigu, während des Treffens mit seinem Kollegen aus Malaysia, Hishamuddin Hussein, mit.

„Schon Mitte Juli hatten wir zehn einfache Fragen an die ukrainische Seite formuliert, deren Beantwortung die näheren Umstände des Vorgefallenen in ein rechtes Licht setzen könnte“, führte Schoigu aus.

Er erklärte ferner, dass das Verteidigungsministerium der Russischen Föderation bereit sei, Malaysia alle erforderliche Hilfe bei der Klärung der Ursachen für die Katastrophe zu leisten. „Die Resultate der Untersuchung sollen der Weltöffentlichkeit zugänglich gemacht werden“, unterstrich der Minister.

Schoigu erinnerte daran, dass die die Boeing-Katastrophe betreffenden Angaben der russischen objektiven Kontrolle allen interessierten Seiten übergeben worden waren.

Zwischenbericht zum MH17-Absturz: Drei weitere Passagiermaschinen waren in Gefahr

Der niederländische Sicherheitsrat hat einen Zwischenbericht über den Absturz der MH17-Passagiermaschine der Malaysia Airlines in der Ostukraine präsentiert, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ in ihrer Mittwochsausgabe.

Im ersten offiziellen Bericht werden weder technische Mängel noch Pilotenfehler als Ursache für die Katastrophe genannt. Die Untersuchung der Flugzeugtrümmer hat bestätigt, dass die Maschine von einer Rakete getroffen wurde.

Die Trümmer seien zwar noch nicht genau untersucht worden, doch es sei festgestellt worden, dass zahlreiche Teile der Maschine durchlöchert sind, meldete die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf den Zwischenbericht. Es handelte sich wahrscheinlich um „strukturelle Schäden, die von einer großen Zahl an Objekten verursacht wurden, die das Flugzeug mit hoher Geschwindigkeit von außen durchdrangen“. Der plötzliche Abbruch des Kontakts mit den Fluglotsen und den Radaren spricht für diese Version.

Überraschende Erkenntnisse lieferte der Zwischenbericht nicht. Wie der britische „Guardian“ jedoch berichtete, befanden sich drei Zivilflugzeuge in der Nähe des malaysischen Passagierflugzeugs: zwei weitere Boeing 777 und ein Airbus A330.

Nach Angaben der westlichen Presse stützen sich die Erkenntnisse der niederländischen Experten auf die Aufzeichnungen des Flugschreibers, die Gespräche mit den Fluglotsen, Satellitenaufnahmen und Aufnahmen an der Absturzstelle.

Raketen explodieren gewöhnlich kurz vor dem Einschlag. Nach BBC-Informationen haben beide Konfliktseiten in der Ukraine dieselben Waffen. Die Ermittler müssen nun herausfinden, wo die Rakete gestartet war. Dazu müssen Radardaten und Zeugenangaben ausgewertet werden.

Experten zufolge reichen die öffentlich zugänglichen Informationen nicht aus, um eindeutige Schlussfolgerungen zu ziehen. Dazu braucht man Tonbandaufnahmen der Gespräche zwischen den Fluglotsen und funktechnische Aufklärungsdaten. Die Ermittler haben Zugang zu den Aufzeichnungen der Gespräche zwischen den Piloten. Es stellt sich die Frage, warum diese Informationen bislang nicht veröffentlicht wurden.

Ist der Bericht angesichts der Propagandaschlacht zwischen den Konfliktseiten objektiv? Die ukrainische Regierung und die westlichen Staats- und Regierungschef machen die prorussischen Separatisten für die Katastrophe verantwortlich. Das Oberhaupt der selbst ernannten Volksrepublik Donezk, Alexander Sachartschenko, betonte jedoch, dass die Aufständischen über keine Waffen verfügen, mit denen die Boeing hätte abgeschossen werden können."

Quelle: RIA Novosti - online Redaktion Radio „Stimme Russlands"

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