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Gewalt im Kosovo: „Ethnische Säuberungen im Beisein der Nato“

Archivmeldung vom 07.02.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.02.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Vojislav Koštunica on election billboard - 2012 Serbian elections
Vojislav Koštunica on election billboard - 2012 Serbian elections

Foto: Micki
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Nato-Friedensmission im Kosovo ist völlig gescheitert und hat massive ethnische Säuberungen gegen die Kosovo-Serben im März 2004 nicht verhindert, sagte Serbiens damaliger Regierungschef Vojislav Kostunica. Auszüge aus dem Balkan-Tagebuch eines russischen Journalisten, wurden von Konstantin Katschalin online bei Radio "Stimme Russlands" veröffentlicht.

Im Beitrag heißt es weiter: "Ich habe mehrmals gehört, dass Vojislav Kostunica nicht gerne mit Journalisten spricht. Doch jedes Mal, wenn ich nach Serbien kam, bat ich ihn um ein Interview. Endlich fand dieses Interview statt. Das war im März 2004, unmittelbar nach den schweren Unruhen im Kosovo und Metochien. Kostunica kommentierte:

Was am 17. März 2004 geschah, lässt sich mit den Terroranschlägen in New York, Madrid und Moskau vergleichen. Es geht um den internationalen Terrorismus. Diesmal sind aber nicht die riesigen Metropolen betroffen, sondern kleine Ortschaften mit der serbischen Bevölkerung im Kosovo. Der albanische Terrorismus hat ein klares Ziel. Das sind ethnische Säuberungen. Da liegt der Unterschied zu den Anschlägen in New York und Moskau. Viele Politiker in der Welt haben die jüngsten Ereignisse im Kosovo als ethnische Säuberungen und Terrorismus klar eingestuft. Für den Westen war dieses Vorgehen der Kosovo-Albaner eine absolute Überraschung, für uns jedoch nicht. Die ethnischen Säuberungen im Kosovo haben längst begonnen. Die Serben werden methodisch aus den Städten und Dörfern vertrieben, wo ihre Voreltern seit Jahrhunderten lebten. Im Zeitraum zwischen dem 17. und dem 19. März 2004 wurden rund 4.000 Serben aus dem Kosovo vertrieben, ihre Häuser wurden niedergebrannt. Einige Dutzend orthodoxe Kirchen und Klöster wurden zerstört.

Seit 1999, als die Nato-Friedensmission ihre Arbeit dort aufnahm, wurden mehr als 250.000 Serben aus dem Kosovo verbrieben. Was am 17. März geschah, geht auf die Politik der Kosovo-Separatisten zurück. Wir haben die internationale Gemeinschaft längst davor gewarnt. Darüber, was im Kosovo wirklich geschieht, haben wir buchstäblich geschrien. Man wollte uns jedoch nicht hören. Die Situation im Kosovo war für die Serben immer nicht ungefährlich. Diejenigen, die in ihre Häuser zurückkehren wollten, konnten das nicht tun, weil sie um ihr Leben fürchteten. Zwei Drittel der Kosovo-Serben waren gezwungen, das Kosovo zu verlassen. Nur 1.000 Menschen wagten die Rückkehr. Es ist gefährlich, im Kosovo zu leben.

Die Serben haben im Kosovo keine Bewegungsfreiheit. Sie können nur in Begleitung von Soldaten fahren. Viele Serben wurden von albanischen Terroristen getötet. Ethnische Säuberungen fanden im Beisein der Nato statt, albanische Terroristen haben vor nichts Angst. Die Terroristen, die die übrig gebliebenen Serben ständig einschüchtert haben, werden möglicherweise einmal versuchen, das Kosovo von denjenigen zu säubern, die zu einem anderen Glauben und zu einer anderen Nation gehören. Die Friedensmission der Nato und der UN sind aus meiner Sicht völlig gescheitert. Die Soldaten und die Polizei waren verspflichtet, ältere Menschen, Frauen und Kinder vor Gewalt zu schützen. Sie haben das jedoch nicht getan.

Weder die Soldaten noch die Polizeikräfte der Vereinten Nationen haben ihre Pflichten im Sinne des Mandates des UN-Sicherheitsrates erfüllt. Sie wussten, dass die Situation im Kosovo schwierig und nicht ungefährlich war. Sie kümmerten sich jedoch mehr um ihre eigene Sicherheit, als um die Sicherheit der serbischen Bevölkerung im Kosovo und Methochien. Dann kamen die Amerikaner zum Schluss, dass alles in Ordnung und ihre Mission erfüllt sei: Die umerzogenen Albaner seien artige Kinder geworden. Bush beschloss sofort, die US-Truppe abzubauen. Doch in Wirklichkeit fühlten sich die Albaner zu jenem Zeitpunkt völlig straflos. Sie gewöhnten sich daran, dass die Welt mit ihnen Mitleid hat, Hilfe leistet und die Tötungen der Serben durch die UCK totschweigt.

Die UN, die EU und die Nato wollten positive Ergebnisse ihrer fünfjährigen Friedensmission im Kosovo demonstrieren. Alle sagten, eine politische Lösung sei gefunden worden und das Kosovo werde eine friedliche multinationale Region sein. In Washington wurde sogar ein Datum genannt: Im Jahr 2005 soll der Kosovo-Status endgültig geklärt werden. Die Kosovo-Truppe KFOR gab die Kontrolle einiger Gebiete im Kosovo auf und wollte ihre Funktionen künftig an internationale Polizeikräfte und OSZE-Beobachter übertragen. Doch kaum haben die Nato-Kräfte serbische Enklaven verlassen, begann man dort, Serben zu ermorden. Unbewaffnete Serben und albanische Terroristen wurden Mann gegen Mann gelassen.

Westliche Medien berichtigen immer wieder, im Kosovo sei alles gut, Frieden sei eingekehrt. Das entspricht jedoch nicht der Wahrheit. Der 17. März zeigte den wahren Stand der Dinge und das wahre Gesicht der albanischen Terroristen. Sie hatten weder vor 17.500 Nato-Soldaten Angst, noch vor tausenden UN-Polizeikräften, noch vor der öffentlichen Meinung im Ausland, die gegenüber den Albanern immer loyal war, und begannen mit Pogromen und Morden. Vielleicht gab es einen entsprechenden Befehl seitens der Nato, das weiß ich nicht. Es ist erstaunlich, wie synchron man in allen Enklaven vorging, nicht nur im Norden des Kosovo. Man hat sich also darauf gut vorbereitet. Es ist seltsam, denn im Kosovo gibt es mehr als genug Geheimdienstler aus der ganzen Welt. Sie hätten eigentlich wissen müssen, was Pristina plant. Oder wussten sie das und haben trotzdem geschwiegen.

Der Nato-Befehlshaber in Südeuropa, Admiral Johnson, sagte nach dem 19. März laut, dass die Albaner im Kosovo ethnische Säuberungen durchführen und es sich um eine im Voraus geplante Aktion handelt. Wie konnten westliche Geheimdienste und die Nato, die nach eigenen Worten die Situation kontrollieren, diese Aktion übersehen?"

Quelle: Text Konstantin Katschalin - „Stimme Russlands"

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