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Gaza-Konflikt: Ägypten drängt auf Fortsetzung der Gespräche

Archivmeldung vom 08.08.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.08.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Doris Oppertshäuser
Gaza-Streifen Bild: UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs
Gaza-Streifen Bild: UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs

Ägypten hat Israel und Palästina zu einer sofortigen Wiederaufnahme der Waffenruhe und der Gespräche aufgerufen. In zahlreichen Punkten sei bereits eine Einigung erreicht worden, teilte das ägyptische Außenministerium am Freitag mit. Nur einige wenige Punkte seien noch offen geblieben.

Das Außenministerium rief alle Parteien dazu auf, die Gelegenheit zu nutzen, um so schnell wie möglich zu einer abschließenden Einigung zu kommen. Palästinensische Vertreter erklärten, sie seien zu weiteren Gesprächen bereit, Israel hatte die Verhandlungen abgebrochen, nachdem mit dem Ende der Waffenruhe am Freitagmorgen erneut Raketen auf Israel abgefeuert worden waren. Auch Israel setzte die Angriffe auf den Gazastreifen fort, dabei kam mindestens ein Mensch ums Leben.

UN-Generalsekretär fordert Rückkehr zur Waffenruhe

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat die Konfliktparteien im Nahen Osten dazu aufgerufen, die Gespräche wiederaufzunehmen und zu einer Waffenruhe zurückzukehren. Der UN-Generalsekretär bedauerte, dass die-72-stündige Waffenruhe nicht verlängert wurde und verurteilte die neuen Angriffe auf Israel. Noch mehr Leid und Todesfälle in der Zivilbevölkerung seien nicht hinzunehmen. Palästinensische Vertreter hatten zuvor erklärt, dass sie zu weiteren Gesprächen bereit seien. Israel hatte die Verhandlungen abgebrochen, nachdem mit dem Ende der Waffenruhe am Freitagmorgen erneut Raketen auf Israel abgefeuert worden waren. Auch Israel setzte die Angriffe auf den Gazastreifen fort, dabei kamen mindestens drei Mensch ums Leben.

Gauland: Deutsches Engagement vor Ort macht derzeit keinen Sinn

Zum Wunsch Israels, Deutschland möge Polizisten in den Gaza-Streifen entsenden, erklärt der stellvertretende Sprecher der Alternative für Deutschland, Alexander Gauland: "In diesem jahrzehntelangen Konflikt sei es nicht damit getan, Inspektoren zur Einhaltung der Waffenruhe oder Polizisten zur Grenzkontrolle zu entsenden. Die deutsche Bevölkerung empfinde vollkommen korrekt, wenn sie sich wünsche, dass sich Deutschland nicht im Gaza-Konflikt engagieren solle".

Alexander Gauland analysiert: "Das Bauchgefühl der Deutschen ist richtig. Derzeit ist es mehr als unrealistisch, dass deutsches Engagement vor Ort zu einem dauerhaften Frieden in Nahost maßgeblich beitragen könnte. Man muss sich nur einmal vorstellen, wenn eine deutsche Sicherheitskraft in ein Gefecht verwickelt werden würde. Das Risiko in diesen hochexplosiven Konflikt hineingezogen zu werden oder gar Partei ergreifen zu müssen, ist einfach zu groß".

Gauland weiter: "Ich sehe auch nicht, dass die radikal-islamische Hamas ein ernsthaftes Interesse an einer friedlichen Lösung hat. Vor diesem Hintergrund hat ein deutsches Engagement derzeit keinen Sinn. Vielmehr sind erst einmal die Konfliktparteien gefragt, eine Verhandlungslösung anzustreben. Berlin sollte zusammen mit allen anderen maßgeblichen Regierungen einen Lösungsansatz für den Nahen Osten entwickeln".

Quelle: dts Nachrichtenagentur / Alternative für Deutschland (AfD) (ots)

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