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„Flüchtlinge aus der Ukraine“ gleich zurückgeschickt: Pöbeln, Stress und Randale bereits im Bus

Archivmeldung vom 23.03.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.03.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Bus (Symbolbild)
Bus (Symbolbild)

Bild:pixabay

Man wollte das Beste im bayerischen Landkreis Miesbach für die ankommenden Flüchtlinge tun. Doch was da ankam, waren keine dankbaren Ukrainer, die froh sind, in Sicherheit zu sein und versorgt zu werden. Die Busfahrerin war entnervt, schon auf der Fahrt benahmen sich die Fahrgäste rabiat und waren empört, dass ihnen nicht die angemessene Unterkunft bereitgestellt wird. Sie belästigten und bedrängten die junge Fahrerin und richteten Schäden in dem Bus an. Die Lage eskalierte, als sie sahen, dass sie (vorerst) in einer Turnhalle untergebracht werden sollten. Der Landrat schickte den Bus kurzerhand zurück nach München, wo er hergekommen war. Dies schreibt die Journalistin Niki Vogt.

Weiteres schreibt sie hierzu in ihrem Artikel auf der Webseite "Die Unbestechlichen": "Überdies, so stellte sich heraus, seien die Personendaten dieser Osteuropäer nicht feststellbar gewesen und damit auch keine Registrierung. Sämtliche Ausweisdokumente fehlten.

Die Herrschaften erwarteten und verlangten ein 3-Sterne-Hotel und hatten sich schon vorher an anderen Stationen schlicht geweigert, aus dem Bus auszusteigen, weil die Unterkunft, vor der sie vorfuhren, ihnen nicht angemessen erschien. Der Miesbacher Landrat Olaf von Löwis (CSU) war angereist, um die Flüchtlinge willkommen zu heißen. Angesichts des Auftretens der Flüchtlingsgruppe und den Ansprüchen, die sie lautstark stellten, verabschiedete er die 57 Ankömmlinge und schickte sie nach München zurück – unter Begleitung eines Polizeiwagens, um die Sicherheit der jungen Busfahrerin zu gewährleisten. Die Fahrerin erwartete allerdings keine weiteren Pöbeleien, da die Flüchtlinge auch von sich aus nach München zurückwollten.

Die Identität der Schutzsuchenden war in keinem Fall nachprüfbar, sie weigerten sich auch rundheraus zu kooperieren. Die Behörden vermuten, dass es sich bei den ankommenden Osteuropäern wahrscheinlich um Sinti und Roma handelte, eine gesellschaftliche Minderheit in der Ukraine. Ob sie überhaupt wirklich eine ukrainische Staatsbürgerschaft besitzen, konnte auch nicht festgestellt werden. Angesichts der Weigerung, irgendein Identitätspapier vorzuweisen, dürften auch Zweifel daran bestehen.

Die Ankommenden sollen sich – so der Münchner Merkur weiter – regelrecht „aufgeführt“ haben. Sie benahmen sich auch in den vorher angesteuerten Unterbringungsorten so, weshalb sie dort auch gleich weitergeschickt wurden.

Nun sollte man denken, dass man an den Orten, die den Flüchtlingen nicht gut genug waren, erleichtert ist, die anspruchsvollen, pöbelnden, aggressiven und gewalttätigen Neubürger – auf deren eigenen Wunsch – schnell losgeworden zu sein. Geht mit Gott, aber geht … nein, da gibt es nun heftige Diskussionen. Unter den freiwilligen Helfern macht einer Stress, der hier seine Chance, sich als Supergutmensch zu profilieren, nicht ungenutzt verstreichen lassen will.

Er behauptet, die Ankömmlinge hätten sehr wohl „ukrainische Papiere“ gehabt, wenn auch nicht „unbedingt biometrische Pässe“. Welche Papiere, das präzisierte er nicht. Die deutschen Helfer können aber kaum irgendein Papier, das auf ukrainisch sowieso nicht verständlich ist und genauso gut ein Bibliotheksausweis oder selbstgebastelt sein kann, als gültiges Dokument für eine Registrierung akzeptieren.

Außerdem – so der Helfer – sei in den Berichten unterschlagen worden, dass in der Gruppe auch Mütter mit Babys dabei waren, die „seit Tagen unter verheerenden sanitären Bedingungen unterwegs waren“. Woran der freiwillige Helfer das festmachen will, wenn er die Bedingungen der Unterbringung in München gar nicht kennt, ist unklar.

Das Landratsamt Miesbach widerspricht dieser Darstellung des Helfers entschieden:

„Die vereinzelt vorgelegten Papiere waren keine Unterlagen, um eine Identität nachzuweisen.‘Überhaupt sei kaum jemand bereit gewesen, Ausweise vorzulegen, ‚mutmaßlich deshalb, weil sie nicht in Miesbach bleiben wollten. Eine ‚Registrierung‘ habe somit gar nicht stattfinden können. Die Darstellung der sanitären Umstände sei zumindest dahingehend falsch, dass ‚die Personen zuvor in der Messe München untergebracht waren. Die dort vorherrschenden Bedingungen können problemlos nachgegoogelt werden. Hier wurde auch die medizinische Betreuung der Personen sichergestellt, natürlich auch die der Kinder.‘“

Dass man in Miesbach vor Ort willens und vorbereitet war, sich nach bestem Können um die Flüchtlinge zu kümmern, darf man unterstellen. Dass das Ganze komplett aus dem Ruder lief, beschreibt das Landratsamt so:

„Leider scheiterte diese an der Personengruppe, die sich schlichtweg weigerte, zu kooperieren.“

Das Landratsamt betont in seinem Antwortschreiben auf die Vorhaltungen des Helfers, dass es sich in der Sache nicht nur um „eine Meinung der Behörde allein“ handle, sondern um eine „organisationsübergreifende Einschätzung vor Ort“.

„Gleiches gelte im Übrigen hinsichtlich der Minderheiten-Zugehörigkeit der Gruppe. So hätten bei Gesprächen vor Ort die Menschen angegeben, keine Passdokumente zu besitzen und keinen festen Wohnsitz zu haben.“

Besagter Helfer ist dennoch voller Verständnis für die Flüchtlinge, die sich in jeder Weise als „unkooperativ“ zeigten, um es freundlich auszudrücken. Sie seien verärgert gewesen, hin- und hergeschoben zu werden und nun wieder in eine Massenunterkunft zu müssen. Sie hätten selbst erzählt, am Tag zuvor in München auf Covid-19 getestet und registriert worden zu sein. Dass sie nun, bei der „Aussicht, diese Prozedur neuerlich durchlaufen zu müssen, ‚unruhig wurden‘, sei verständlich“. (Also waren sie offensichtlich nicht seit Tagen unterwegs.)

Das Miesbacher Landratsamt stellte klar, dass die 57 Schutzsuchenden bis dato noch nicht an anderer Stelle registriert worden waren. Das ist glaubwürdig, denn wäre es so gewesen, hätte man ihnen oder dem Busfahrer bei Abreise in München die Registrierungspapiere gleich mitgegeben.

Eine gewalttätige Randale im Bus mit Beschädigung des Fahrzeuginnenraums, drangsalieren und anpöbeln der jungen Fahrerin sowie aggressive Forderungen nach einem Drei-Sterne-Hotel als „unruhig werden“ zu beschreiben und die Umstände dermaßen falsch und krass zu skandalieren, ist mit dem Wort „Voreingenommenheit“ wohl kaum zutreffend beschrieben. Was soll der Auftritt des Helfers?

Wenn die Unterkunft in den gut ausgestatteten und betreuten Messehallen in München so schlimm ist, wie der Helfer es darstellt, warum wollten die Schutzsuchenden dann dorthin zurück? Und wenn sie die Miesbacher Turnhalle als so unzumutbar empfinden, warum will der grundgütige Helfer sie da unbedingt gegen ihren Willen hineinpferchen?"

Quelle: Die Unbestechlichen (Niki Vogt)

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