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Abhör-Enthüllung: Italien ein treuer Lakai der USA?

Archivmeldung vom 26.02.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.02.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: alexander kiss / pixelio.de
Bild: alexander kiss / pixelio.de

Offenkundig sind die USA die in der Welt dominierende Macht, und Italien – nichts anderes als eine Kolonie, der nur eine illusorische Unabhängigkeit gewährt wird, schreibt der Publizist Mario Sommossa in seiner Kolumne für Sputnik Italien.

Die deutsche Ausgabe des russischen online Magazins "Sputnik" schreibt: "Am Dienstag sind auf der Enthüllungsplattform WikiLeaks Dokumente veröffentlicht worden, die neue Angaben über das Abhören von Staats- und Regierungschefs durch die NSA enthalten. Auf der Liste der Ausgespähten stand neben Kanzlerin Angela Merkel und UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zum ersten Mal der ehemalige italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi.

Die neue Enthüllung ließ Sommossa behaupten, dass „wir, die Europäer, nach dem Zweiten Weltkrieg keine ‘Gleichgestellten’ mehr sind.“

Auch wenn sich die Führungsmethoden verändert haben, eventuell dank der Entwicklung der globalen Kommunikationstechnologien, versuche man nun zumindest, den Anschein einer Nichteinmischung beizubehalten. Die Regeln werden aber immerhin „von dem Mächtigsten aufgezwungen.“

Als bekannt wurde, dass Kanzlerin Merkel und Präsident Hollande abgehört worden waren, fühlten sich einige in Italien, ohne es zuzugeben, erniedrigt, so der Publizist. „Sie hören uns nicht ab, da wir keinen Einfluss haben. Nun sind wir uns sicher, dass auch wir etwas wert sind.“

Aus den veröffentlichten Dokumenten geht hervor, dass auch die europäischen Spitzenpolitiker Italien gegenüber nicht freundschaftlich eingestellt sind. „Sie haben unseren Premier sogar bedroht und anscheinend versucht, ihn unter Vermittlung der inneren Verbündeten dazu zu zwingen, unsere demokratisch gewählten Führungskräfte abzulösen.“

Somossa zufolge bleibt in dieser Situation nur eine Frage, die die Italiener sich stellen müssen und die die innere Politik des Staates anbetrifft: „Was hat unser Abschirmdienst getan? War er einfach uneffektiv oder hilfsbereiter als die anderen und hat ein Auge beim Abhören zugedrückt oder es sogar begünstigt?“

Falls ein Nichtstun der Sicherheitskräfte bewiesen werde, müsse jemand dafür die Verantwortung übernehmen, so der Publizist weiter.

„Wenn es sich um Begünstigung handelt, bedeutet das, dass wir keine Lakaien Amerikas, sondern schon seine Sklaven geworden sind.“"

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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