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5G-Mobilfunkfrequenzen: diagnose:funk fordert Vorsorgeprinzip: Gesundheitsschutz hat Priorität!

Archivmeldung vom 13.06.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.06.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: bluedesign - fotalia.com / Impfkritik.de
Bild: bluedesign - fotalia.com / Impfkritik.de

Zum Ende der Versteigerung der 5G-Mobilfunkfrequenzen fordert die Verbraucherschutz-Organisation diagnose:funk, dass die Bundesregierung den Aufbau des 5G-Mobilfunknetzes streng reguliert. Dabei muss der Gesundheitsschutz der Bevölkerung an erste Stelle gesetzt werden – ganz im Sinne der Vorsorgeprinzips.

"Der Staat muss beim 5G-Mobilfunk dringend seine Regulierungsfunktion wahrnehmen – zum Schutz der Bevölkerung“, fordert Jörn Gutbier, Vorsitzender von diagnose:funk. „Bis heute liegt keine Technikfolgenabschätzung für die jetzt versteigerte 5G-Mobilfunkstrahlung vor, das muss sich schleunigst ändern! Wir brauchen eine industrieunabhängig erstellte Aufarbeitung der weltweiten Studienlage zu den Gesundheitsfolgen durch Mobilfunkstrahlung. Vorher darf 5G-Mobilfunk in Deutschland nicht eingeführt werden – auch nicht in Form von Modellregionen oder Pilotprojekten zu Lasten der Bevölkerung. Wenn Städte wie Brüssel und Florenz sowie die schweizer Kantone Genf und Jura den 5G-Ausbau mit Hinblick auf Gesundheitsrisiken stoppen und sogar der schweizer Rückversicherer Swiss Re Bedenken hinsichtlich möglicher Gesundheitsschäden hat, muss die deutsche Umweltministerin hier handeln und das Vorsorgeprinzip an erste Stelle rücken.“

Aktuelle, international hoch angesehene Studien wie die US-amerikanische NTP-Studie oder die italienische Ramazzini-Studie zeigen, dass Mobilfunkstrahlung Krebs auslösen kann. Diese Erkenntnisse gehen damit noch weiter als bisherige Studien, die eine krebsunterstützende Wirkung nachgewiesen haben. Diese Erkenntnisse müssen beim Aufbau von 5G-Mobilfunknetzen berücksichtigt werden.

Jörn Gutbier von diagnose:funk sagt: „Die Gesundheit der Bevölkerung geht vor – trotz der hohen Staatseinnahmen von 6,5 Mrd. EUR bei der 5G-Frequenzversteigerung. Im Sinne des Vorsorgeprinzips brauchen wir weniger Mobilfunk-Strahlenbelastung. Dies wäre technisch auch sofort umsetzbar, wenn es denn einen politischen Willen dazu gäbe.“

diagnose:funk fordert von Bundesumweltministerin Svenja Schulze, dass bei der Erstellung einer 5G-Technikfolgenabschätzung industrieunabhängige Wissenschaftler ausreichend zu Wort kommen. Die US-amerikanische BioInitiative (https://bioinitiative.org) ist hierbei ebenso weltweit renommiert wie das Internationale Zentrum für Krebsforschung bei der WHO (IARC).

Die Bundesregierung selbst hat 2017 die Auswertung der internationalen Studienlage zu Mobilfunk und Gesundheitsschutz eingestellt und kennt somit offiziell die neueste Studienlage nicht! Umso dringlicher ist die Erstellung einer Technikfolgenabschätzung, die industrieunabhängig die neuesten Erkenntnisse zu Gesundheitsgefahren durch Mobilfunkstrahlung aufarbeitet.

Besprechung der NTP-Studie: https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&newsid=1298
https://ntp.niehs.nih.gov/results/areas/cellphones/index.html

Besprechung der Ramazzini-Studie:https://www.bafu.admin.ch/dam/bafu/de/dokumente/elektrosmog/fachinfo-daten/Newsletter%20BERENIS%20-%20Sonderausgabe%20November%202018.pdf

Quelle: diagnose:funk e.V.

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