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Gauland: "Wir können uns nicht von Kinderaugen erpressen lassen"

Archivmeldung vom 24.02.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.02.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Alexander Gauland
Alexander Gauland

Bild: (CC BY-SA 2.0) by  James Rea

Der stellvertretende AfD-Chef Alexander Gauland hat die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung scharf kritisiert: "Wir können uns nicht von Kinderaugen erpressen lassen", sagte er dem "Zeit Magazin". "Wir müssen die Grenzen dicht machen und dann die grausamen Bilder aushalten."

Gauland verglich die Flüchtlingskrise in Deutschland mit einem Wasserrohrbruch: "Man kann sich nicht einfach überrollen lassen. Einen Wasserrohrbruch dichten Sie auch ab", so der AfD-Politiker.

Der stellvertretende AfD-Chef bezeichnete zudem Björn Höcke, thüringischer Fraktionsvorsitzender der AfD, als Freund: "Ich bewundere, dass er es schafft, jede Woche in Erfurt Tausende auf die Straße zu bringen."

Einen Zusammenhang zwischen den Parolen seiner Partei und den zunehmend aggressiveren Protesten erkennt er nicht: "Sie gehen auf einer Demo eine Verbindung zu Menschen ein, die nicht so differenziert denken. Da mag eine Stimmung entstehen, die man als bedrohlich empfinden kann. Das können Sie nicht steuern", so Gauland.

Als Brandstifter sehe er sich nicht: "Man muss politische Auseinandersetzungen führen dürfen, ohne für kriminelle Handlungen verantwortlich gemacht zu werden."

Beck: Gauland hat sich von Unantastbarkeit der Menschenwürde verabschiedet

Der innenpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Bundestag, Volker Beck, hat AfD-Vize Alexander Gauland scharf kritisiert: "Wer die Flucht von Menschen vor einem Bürgerkrieg mit einem Wasserrohrbruch gleichsetzt, hat sich von der Unantastbarkeit der Menschenwürde längst verabschiedet", sagte Beck der "Welt". "Wenn menschliches Leid metaphorisch seiner menschlichen Dimension entkleidet wird, senkt man die Hemmschnelle, dagegen mit Gewalt vorzugehen. Auch wenn sich Gauland von der Verantwortung für Gewalt frei spricht, gießt er damit Öl ins Feuer."

CDU-Vize Julia Klöckner attackierte Gauland ebenfalls wegen dessen Äußerung: "Wer Menschen, die vor Folter und Tod fliehen, mit einem Wasserrohrbruch vergleicht, und verzweifelte Kinder mit Erpressern - wer so denkt und redet, der `verteidigt` weder das christliche Abendland noch christliche Grundwerte. Der verrät sie."

Gauland hatte im Gespräch mit dem "Zeit Magazin" gesagt: "Wir können uns nicht von Kinderaugen erpressen lassen." Zudem verglich er die Flüchtlingskrise in Deutschland mit einem Wasserrohrbruch: "Man kann sich nicht einfach überrollen lassen. Einen Wasserrohrbruch dichten Sie auch ab", so Gauland.

Klöckner: AfD-Politiker Gauland verrät christliche Grundwerte

CDU-Vizechefin Julia Klöckner kritisiert den AfD-Vizevorsitzenden Alexander Gauland, der die Flüchtlingskrise mit einem "Wasserrohrbruch" verglichen hatte, scharf: "Wer Menschen, die vor Folter und Tod fliehen, mit einem Wasserrohrbruch vergleicht, und verzweifelte Kinder mit Erpressern - wer so denkt und redet, der `verteidigt` weder das christliche Abendland noch christliche Grundwerte. Der verrät sie", sagte Klöckner der "Welt".

Gauland hatte im Gespräch mit dem "Zeit Magazin" gesagt: "Wir können uns nicht von Kinderaugen erpressen lassen." Zudem verglich er die Flüchtlingskrise in Deutschland mit einem Wasserrohrbruch: "Man kann sich nicht einfach überrollen lassen. Einen Wasserrohrbruch dichten Sie auch ab", so Gauland.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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