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ARD-DeutschlandTREND April 2010 I

Archivmeldung vom 01.04.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.04.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen führt im aktuellen ARD-DeutschlandTrend die Liste der beliebtesten Parteipolitiker an. Sie löst damit Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg an der Spitze ab, der genauso wie Kanzlerin Angela Merkel Verluste hinnehmen muss.

Karl-Theodor zu Guttenberg verliert gegenüber dem Vormonat 14 Punkte und erreicht eine Zustimmung von 55 Prozent. Ebenfalls auf 55 Prozent Zustimmung kommt Angela Merkel, die sieben Punkte verliert. Dies ist der schlechteste Wert für die Kanzlerin seit November 2006. Beide liegen in der Liste der beliebtesten Parteipolitiker nun hinter Arbeitsministerin Ursula von der Leyen, mit deren Arbeit 56 Prozent der Deutschen zufrieden sind (-2).Vizekanzler Guido Westerwelle verliert gegenüber dem Vormonat erneut zwei Punkte und belegt mit einer Zustimmung von 23 Prozent den letzten Platz unter den abgefragten Spitzenpolitikern. Den höchsten Zugewinn kann mit zehn Punkten Gesundheitsminister Philipp Rösler für sich verbuchen. Er kommt auf eine Zustimmung von 34 Prozent.

Beliebter als alle Parteipolitiker ist unverändert Bundespräsident Horst Köhler, mit dessen Arbeit 73 Prozent der Bundesbürger zufrieden sind. Gegenüber Mai 2009 büßt allerdings auch er zwölf Punkte ein. Für diese Umfrage im Auftrag der ARD-Tagesthemen hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap von Montag bis Dienstag dieser Woche 1.000 Wahlberechtigte telefonisch befragt.

In der Sonntagsfrage des aktuellen ARD-DeutschlandTrends verliert die Union gegenüber dem Vormonat einen Punkt und kommt auf 35 Prozent. Die SPD kann um drei Punkte zulegen und erreicht 28 Prozent. Dies ist der beste Wert für die SPD seit Mai 2009. Die FDP verliert zwei Punkte und kommt auf acht Prozent. Die Linke verliert einen Punkt und liegt bei zehn Prozent. Die Grünen erreichen unverändert 14 Prozent. Das schwarz-gelbe Lager aus Union und FDP erreicht damit den schlechtesten Wert seit Oktober 2006. Für die Sonntagsfrage im Auftrag der ARD-Tagesthemen hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap am Montag und Dienstag dieser Woche 1.500 Wahlberechtigte bundesweit telefonisch befragt. Die Unzufriedenheit mit der Bundesregierung ist unverändert hoch. Drei Viertel der Deutschen (76 Prozent) sind mit der Arbeit von Schwarz-Gelb nicht zufrieden. Dies sind vier Punkte mehr im Vergleich zum Vormonat. Nur 23 Prozent sind zufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung (-4).

Für den Fall, dass es 2012 im Bundeshaushalt noch finanziellen Spielraum geben sollte, plädieren nur 12 Prozent der Deutschen dafür, die Steuern zu senken. 23 Prozent finden, mit dem Geld sollten dann wichtige staatliche Aufgaben erfüllt werden. Eine klare Mehrheit von 63 Prozent findet hingegen, dass für diesen Fall mit dem Geld Schulden abgebaut werden sollten.

Zustimmung der Deutschen zum Atomausstieg gestiegen   

Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um die Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke ist die Zustimmung der Deutschen zum Atomausstieg gestiegen. Im aktuellen ARD-DeutschlandTrend halten es 65 Prozent für richtig, dass Deutschland aus der Atomenergie aussteigt. Dies sind drei Punkte mehr im Vergleich zum Vormonat. 33 Prozent sind gegen einen Atomausstieg (-1). Für diese Umfrage im Auftrag der ARD-Tagesthemen hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap von Montag bis Dienstag dieser Woche 1.000 Wahlberechtigte telefonisch befragt.

48 Prozent der Deutschen finden, der Atomausstieg sollte - wie unter Rot-Grün mit der Atomindustrie vereinbart - bis 2021 stattfinden. 29 Prozent teilen die Position von Umweltminister Norbert Röttgen, dass der Atomausstieg spätestens 2030 abgeschlossen sein sollte. Nur 13 Prozent finden, die Atomkraftwerke sollten erst nach 2050 abgeschaltet werden. Dies hatten einige Politiker aus Union und FDP gefordert. Bei den Unions-Anhängern wünschen sich 27 Prozent einen Ausstieg bis 2021, 49 Prozent wollen, dass der Atomausstieg bis 2030 abgeschlossen wird. Nur 16 Prozent der Unions-Anhänger finden, die Atomkraftwerke sollten erst nach 2050 abgeschaltet werden.

Befragungsdaten - Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren - Fallzahl: 1.000 Befragte - Erhebungszeitraum: 29. bis 30. März 2010 - Erhebungsverfahren: Computergestützte Telefoninterviews (CATI) - Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe - Fehlertoleranz: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte * bei einem Anteilswert von 5%; ** bei einem Anteilswert von 50%

Quelle: ARD Das Erste

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